Frauen hatten viel zu lachen

Gerade groß genug für die notwendigen und nützlichen Dinge, die eine Frau jeden Tag braucht, war diese überdimensionierte Schannäl-Tasche, in der die Kabarettistin sogar ihren Mann immer mit dabei hat2011/03/17872_New_1299688294.jpg

SCHNAITTACH — Eine Sonder-Vorstellung von Andrea Lipka im Tausendschön bildete am Dienstag in Schnaittach den Abschluss eines gelungenen Frauentags. Die Kabarettistin präsentierte ein „Best of“ ihrer Programme. Der Erlös der gesamten Veranstaltung ging an heimische Organisationen.

Auch die wenigen Männer, die sich zu der von Fair (Frauen auch im Rat) organisierten Veranstaltung getraut hatten, waren am Ende versöhnt: Mit einem Lied über die „kleine Sehnsucht“ nach Liebe und Harmonie, die Männer und Frauen gleichermaßen besitzen, ließ Andrea Lipka den Abend ausklingen. Zuvor war das „starke Geschlecht“ nicht immer so gut weggekommen: „Verdeckte Mängel zeigen sich erst später“, war einer der Tipps der Kabarettistin zur „Anschaffung eines Mannes“. Außerdem seien Männer das ganze Jahr über läufig und verhielten sich auch dementsprechend. Mit solchen Aussagen erntete sie viel Gelächter, doch auch die Marotten der Frauen wurden genau unter die Lupe genommen: So etwa bei einer Nummer mit einer XXL-„Schannäl“-Tasche, in der natürlich nur nützliche Sachen lagern – wie der Mann, den es aus unerfindlichen Gründen in die riesige Tasche verschlagen hat, herausfindet.

Andrea Lipka, die sich am Schluss bei dem „wunderbaren Publikum“ bedankte, zeigte Ausschnitte aus acht verschiedenen Programmen. „Dadurch ist für jeden etwas Neues dabei“, erklärte Lipka. Denn viele der Zuschauer kannten einige ihrer Programme schon. Zumindest ein Auszug war jedoch für alle neu, denn er stammte aus dem Stück „Das Schweigen der Männer“, das erst am 19. März Premiere hat.

Der Erlös des gesamten Abends wurde zu gleichen Teilen an zwei Vereine gespendet: Genau 437 Euro erhielt der Museums- und Geschichtsverein Schnaittach. Die gleiche Summe ging an „Hilfe für Frauen und Kinder in Not“. Der Verein unterhält ein Notruftelefon sowie eine Fluchtwohnung für Frauen, die körperlicher oder seelischer Gewalt ausgesetzt sind. Die Spende wird direkt dafür verwendet, betroffenen Frauen zu helfen, indem zum Beispiel die Telefonkosten gezahlt und nötige Taxifahrten oder sonstige Ausgaben für die in Not geratenen Frauen oder Kinder finanziert werden. Hedwig Hacker, die Vorsitzende des Vereins, erklärt, dass im Moment 21 Frauen bei dem vor 18 Jahren gegründeten Verein ehrenamtlich tätig sind und unter anderem Telefondienste übernehmen.

Auch der Museums- und Geschichtsverein hat konkrete Pläne, wie er die Spende verwendet: Der Vorsitzende Norbert Weber berichtet, dass durch das Geld das Aufstellen von 30 Tafeln für den Schnaittacher Geschichtsweg finanziert wird. Der Weg führt durch den Ortskern der Marktgemeinde und an so geschichtsträchtigen Orten wie dem jüdischen Friedhof vorbei. Die Tafeln wurden von den Vereinsmitgliedern selbst entworfen und greifen jeweils bestimmte Themen der Schnaittacher Geschichte auf.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung