Zwölfte Auflage in Schnaittach

Donnerwetterfestival verbindet Generationen

Zum Auftakt des Donnerwetterfestivals rockten die Enzenstones die Bühne im Badsaal. | Foto: Schuster2017/11/donnerwetter-badsaal-enzenstons.jpg

SCHNAITTACH — Die Musikinitiative Nürnberger Land präsentierte am Samstagabend im Schnaittacher Badsaal bereits die zwölfte Auflage des „Donnerwetterfestivals“. Mit dabei waren im vollgefüllten Saal auch Robert Walker und seine Band aus Röthenbach, sowie die Tschechische Mädelsband K2, besser bekannt unter dem Namen „Chech it“.

Eröffnet hatte die Band Enzenstones das Konzert, das ursprünglich nur deshalb entstand weil vor elf Jahren ein heftiges Gewitter das Open Air „Rock am Berg“ vorzeitig beendete und die Gäste dafür entschädigt werden sollten. Im Wechsel an den Instrumenten standen insgesamt zwölf erfahrene Musiker der Enzenstones auf der Bühne. Bei einigen ihrer Rocksongs, wie „I dont want to be“ unterstützte auch Sven, der Sänger der Band Fakepoint.

Musik verbindet Generationen. Dies kann man immer wieder bei den seltenen Auftritten der Enzenstonesspüren, da sich doch einige der aktiven Bandmitglieder schon im Ruhestand befinden während andere gerade ihre Ausbildung beendeten. Vielleicht ist dies auch ein Grund, dass hier im Badsaal auch die „lebenserfahrene Generation“ sehr gut vertreten war. Man traf unter anderen 2. Bürgermeister Karlheinz Lang ebenso wie Harald Leupold, der gleich bei den ersten Tönen den Coversong „Black Night“ aus dem Jahr 1988 von Deep Purple erkannte.

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Die Stimmung war von Beginn an hammermäßig, so der einmütige Tenor des Publikums. „Bei jedem Gig nur das Beste“, so beschrieb Tobias Strobel aus Hedersdorf das alljährliche Festival im Badsaal.

Die Röthenbacher Band mit Robert Walker beeindruckte nach einem kurzen Soundcheck die Gäste, die auch aus der Metropolregion den Weg nach Schnaittach fanden. Robert Walker & The Century Band sind nicht zu Unrecht Gewinner des Deutschen Rock Preises 2014 in der Kategorie „Bester Rock Song“ für den Song „Keep Your Eyes On The Road“.

Bester Rock Song

Eigenkompositionen mit Balladen, Blues, sowie Country und Rocksongs wechselten sich ab. Darunter fanden sich auch Stücke aus seinem neuen Album „Year of the dog“. Die Mitglieder der Band haben allesamt jahrelange Erfahrung in diversen Cover- oder Jazz- Bands gesammelt. Man erkannte handwerkliches Können und musikalischen Sachverstand von Robert und seiner Band. Mit den Räinbooch Allstars war Robert Walker schon einmal auf der Schnaittacher Bühne zu sehen.

Zum Abschluß rockten drei Power-Mädels aus Tschechien. Seit zehn Jahren machen die drei Frauen mit eigenen Songs auf Tschechisch und Englisch von sich reden. Klara an der Gitarre, Michaela mit der Bassgitarre und Monika am Schlagzeug.

In ihrer Heimat Tschechien treten die Rockgören unter dem Bandnamen K2 auf. Mit über 500 Konzerten haben die drei auch schon reichlich Bühnenerfahrung gesammelt.

Den Abschluss des Festivals bildeten die drei Frauen der tschechischen Band K2. | Foto: Schuster2017/11/donnerwetter-badsaal-frauenband-us.jpg

Schnaittach ist für sie kein unbekannter Ort mehr, denn an zwei Auftritten beim Festival „Rock am Berg“ erinnern sie sich gerne. Sie spielen frech und weiblich, Klassiker der Rockmusik von AC/DC, Deep Purple, Gary Moore, Red Hot Chili Peppers oder Avril Lavigne, aber genauso ihre eigenen Programmversionen. Für den deutschen Markt nennt sich die Band Czech it. „Richtig professionell, die haben nur zu Dritt ein musikalisches Fass aufgemacht welches andere Bands mit mehr Instrumenten nicht schaffen“, so beschreibt Reinhard Hofmann, Musiker bei den Enzenstones, den Auftritt dieser Mädelsband.

Freier Eintritt bei einem Festival – das gibt es doch gar nicht dachten sich Mirko und Günni die aus dem fränkischen Seenland anreisten. Die beiden sind hauptsächlich wegen Czech it nach Schnaittach gekommen. Die beiden sind Mitglieder eines Motorradclubs und lobten die Bandauswahl der Musikinitiative.

Auch Leonie Tröger aus Lauf gefiel die Musikvielfalt und, dass die Leute alle gut drauf seien, so die jungen Frau, die bereits im zweiten Jahr zum Donnerwetterfestival kam. Besonders gut hat ihr das Gitarrensolo gefallen. 

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster