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B 14 ist Baustelle

Sanierung der Ranna-Wasserleitung

Derzeit laufen die Vorarbeiten an der B 14. Gearbeitet wird dort voraussichtlich bis Ende des Jahres. | Foto: Brinek2018/05/brinek-rannaleitung-b14-behringersdorf.jpg

BEHRINGERSDORF — Am Ortsende von Behringersdorf in Richtung Rückersdorf kündigt sich eine Großbaustelle an. Am Straßenrand der B 14 stehen mehrere Bagger und Lastwagen, die Fahrbahn ist verengt und der Radweg bereits weitgehend verschwunden. Die Radfahrer werden auf die Straße am Eichenrangen umgeleitet und der durch den Wald führende Abschnitt der Strecke wurde asphaltiert. Grund für die Baumaßnahmen ist die Sanierung der sogenannten Ranna-Wasserleitung. Die Arbeiten sollen bis Ende 2018 andauern. Die Baukosten betragen rund 2,5 Millionen Euro.

Über die Fernleitung aus Ranna versorgt die N-Ergie AG Nürnberg täglich mit rund 40 000 Kubikmeter Trinkwasser. Die Quellfassung im oberen Teil der Pegnitz steuert 30 bis 40 Prozent des Wasserbedarfs der Stadt bei. In Betrieb genommen wurde die Fassungsanlage 1912. Über die rund 45 Kilometer lange Leitung entlang des Pegnitztals wird das Wasser in das Nürnberger Hochbehältersystem eingespeist. Wegen des Höhenunterschieds zwischen der Quelle und der Stadt werden keine Pumpen benötigt.

Als Rohrleitungsmaterial wurden beim Bau Grauguss-Muffenrohre mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern eingesetzt. Weil diese in die Jahre gekommen sind, werden sie nun nach und nach durch Stahlrohre mit einem Meter Durchmesser ersetzt.

In den vergangenen Jahren hat die N-Ergie unter anderem den Viehbergstollen saniert und den Stollen Gotthard–Höllberg verrohrt. In Lauf hingegen wurde in die bestehende Leitung ein Kunststoffrohr eingezogen (die Pegnitz-Zeitung berichtete). Auch in Rückersdorf, bei Ottensoos und Altensittenbach fanden bereits Bauarbeiten statt. Nun ist der B-14-Abschnitt zwischen Rü­ckersdorf und Behringersdorf an der Reihe.

Verlegung des Fahrradwegs

Derzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten, zu denen neben Rodungsmaßnahmen auch der Abtrag von Humus gehört. Der Radweg, der nun durch den Wald parallel zur B 14 führt, musste erst gründlich befestigt werden, dann erhielt er eine Asphaltdecke. Für sicheres und komfortables Radfahren ist auch während der Bauphase also gesorgt. Genauso wie für die Autofahrer auf der B 14, die zwar engere Spuren haben, aber durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer sicher an der Baustelle vorbeigeleitet werden – ganz ohne Ampel.

Radfahrer müssen während der Bauarbeiten in das Waldstück an der B 14 ausweichen. Der Weg dort (im Bild) wurde extra asphaltiert. | Foto: Brinek2018/05/rannaleitung-b14-neuer-radweg.jpg

Die vorhandene Leitung verläuft unterhalb des südlichen Straßenrands. Im Bereich Behringersdorf-Ost soll die neue Stahl-Fernleitung nun auf einer Länge von rund 1000 Metern in die Böschung zwischen Fahrradweg und der Straße verlegt werden. Auch werden zwei Be- und Entlüftungsschächte errichtet.

Der Sanierungsbereich beginnt westlich der Brücke über den Seelbach und endet kurz nach der Querung der Zufahrtsstraße zum Eichenrangen.

Die neue Leitung wird parallel zur vorhandenen verlegt, sodass diese während der Bauzeit größtenteils in Betrieb bleibt. Nur während der Einbindung wird die Leitung für rund zwei Wochen stillgelegt. Die Verlegung erfolgt im offenen Rohrgraben. Der Eichenrangen wird grabenlos im sogenannten Pressbohrverfahren unterquert. Die Zufahrt für die Anwohner bleibt damit gewährleistet.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek