Pokal als Probe

Röthenbacher Handballerinnen sind heiß auf Saisonstart

Das Bild aus der Begegnung gegen den TSV Winkelhaid zeigt die Röthenbacherin Tami Strohmaier auf dem Weg zu einem ihrer vier Torerfolge des Tages. Rechts im Hintergrund TSV-Neuzugang Rosi Eichelsbacher. | Foto: Privat2017/09/Handball-TSV-Rothenbach-Molten-Cup-bea.jpg

RÖTHENBACH — Gut verkauft haben sich die Röthenbacher Landesliga-Handballerinnen in der 2. Pokalrunde um den Molten-Cup. Erst im Finale unterlagen die TSV-Spielerinnen dabei dem künftigen Liga-Konkurrenten TSV Winkelhaid.

Die 2. Runde des Molten-Cups der Frauen wurde in Röthenbach ausgetragen. Teilnehmende Vereine waren neben Gastgeberr TSV Röthenbach der HSV Bergtheim, die SG DJK Rimpar und der TSV Winkelhaid. In der ersten Paarung standen sich der Landesliga-Aufsteiger TSV Röthenbach unde der langjährig etablierte Bayernligist HSV Bergtheim gegenüber.

Auf dem Papier sah dies nach einer eindeutigen Angelegenheit aus, doch man hatte die Rechnung ohne den HSV Bergtheim gemacht. Während Röthenbach dieses Spiel als Generalprobe für die am Wochenende startende Landesligasaison sehr ernst nahm, reiste der HSV Bergtheim mit gerade einmal sieben Spielerinnen und ohne Trainer an.

Der TSV startete konzentriert und engagiert in das Spiel. Die ersten 15 Minuten waren dann auch sehr ausgeglichen. Während auf Röthenbacher Seite vor allem Außenspielerin Laura Klaus für die Tore sorgte, war es bei der HSV Bergtheim die Rückraumspielerin Koss, die fast beliebig zu treffen schien. Beim Stand von 7:6 in der fünfzehnten Minute nahm die neue Röthenbacher Trainerin Ulrike Kardos eine Auszeit und forderte ihre Spielerinnen vor allem zu einem strukturierteren Angriffsspiel auf. Die Mannschaft nahm sich dies zu Herzen und kam nun über druckvolle Auftaktbewegungen zu mehr Wurfmöglichkeiten und nutzte diese konsequenter.

Über die Spielstände 10:7 und 13:7 erspielten sich die Röthenbacherinnen einen Fünf-Tore-Vorsprung von 14:9 zur Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit gehörte zunächst dem TSV, der mit viel Bewegung im Angriff die Abwehr des HSV Bergtheim immer wieder ausspielte und zu zahlreichen Wurfmöglichkeiten kam. Erst beim Stand von 20:11 in der 50. Minute fanden die Gäste wieder etwas in das Spiel und nahmen noch einmal eine Ergebniskorrektur vor. Das Spiel endete 22:15 für den TSV Röthenbach, was gleichzeitig aber bedeutete, dass man an diesem Tag noch einmal für 60 Minuten gegen den Sieger der zweiten Paarung antreten musste.

Winkelhaid als Finalgegner

In dieser zweiten Begegnung standen sich mit der SG DJK Rimpar und dem TSV Winkelhaid erneut ein Bayernligist und ein Landesligist gegenüber. In einem engagierten Spiel überzeugte letztendlich der TSV Winkelhaid und gewann die Begegnung mit 24:17. Damit standen die Winkelhaiderinnen als Röthenbachs Gegner für die letzte Begegnung fest.

Die Damen des TSV Röthenbach konnten an diesem Tag dem engagiert und ehrgeizig aufspielendem TSV Winkelhaid jedoch nur wenig entgegensetzen. Das erste Spiel in den Knochen, eine mehrstündige Wartepause sowie der Ausfall zweier Spielerinnen bedeutete für den TSV schon rein physisch eine Unterlegenheit. Lediglich bis zur 10. Minute (2:4) konnten die Röthenbacherinnen das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe der TSV Winkelhaid durch druckvolle Kombinationen im Angriff und schnell vorgetragene Konter davonzog und zur Halbzeit bereits mit 16:5 führte.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte. Die Damen des TSV machten nun im Angriff viele technische Fehler und die Winkelhaiderinnen nutzten diese konsequent mit ihrem schnellen Konterspiel. Das Spiel endete letztendlich verdient mit 37:13 für den TSV Winkelhaid.

Neue Saison steht vor der Tür

Auf Röthenbacher Seite darf man gespannt sein, wie die Mannschaft mit diesen Spielen umgeht und am kommenden Sonntag beim TSV Stadeln in die neue Landesligasaison startet.

TSV Röthenbach: J. Feuerlein (TW), S. Dörner (TW), A. Faltermeier, L. Klaus (6/2), T. Strohmaier (4), S. Heimpel (6), S. Kraus (2), B. Gappmeier (2), E. Seufert (7/1), R. Eichelsbacher (1), J. Riedlberger (6).

N-Land Pegnitz-Zeitung
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