Stadtrat fällt Grundsatzbeschluss

Röthenbach will ein neues Hallenbad bauen

Das neue Altdorfer Schulschwimmbad ist Vorbild für Röthenbach – es hat ein 25-Meter-Becken und einen Nichtschwimmerbereich (im Hintergrund).
Das neue Altdorfer Schulschwimmbad ist Vorbild für Röthenbach – es hat ein 25-Meter-Becken und einen Nichtschwimmerbereich (im Hintergrund). | Foto: DB-Archiv2014/10/hallenbad_New_1413465001.jpg

RÖTHENBACH — Röthenbach will ein neues Hallenbad am Schulzentrum am Steinberg bauen – einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat jetzt einstimmig gefasst. Spätestens 2020 soll das Gebäude mit einem 25-Meter-Becken und einem kleinen Nichtschwimmerbecken fertig sein. Geschätzte Kosten: rund 9,2 Millionen Euro.

Der Beschluss des Röthenbacher Stadtrats ist allerdings nur eine Art Wegweiser, auch der Kreistag Nürnberger Land und der Schulverband der Mittelschule müssen einem Neubau zustimmen. Sie teilen sich auch die Kosten. Der Verteilungsschlüssel richtet sich dabei nach der erwarteten Nutzung – insgesamt 118 Klassen, von der Grundschule bis zum Gymnasium, werden in dem Hallenbad voraussichtlich Schwimmunterricht bekommen. Die Stadt rechnet für ihren Haushalt mit einer Belastung von etwa 2,2 Millionen Euro, zudem muss sie rund 38 Prozent der laufenden Kosten übernehmen.

In erster Linie handele es sich um eine „Schulsportstätte“, sagte Bürgermeister Klaus Hacker, „aber in den Randzeiten wird das Hallenbad natürlich auch wieder für die Bürger geöffnet“.

Die Größe der Becken richtet sich nach dem, was der Freistaat an Fördermitteln gibt. Architekt Norbert Thiel rechnet mit rund 1,9 Millionen Euro Zuschuss. Entscheidend ist auch hier wieder die Zahl der Sportklassen, Extrawünsche wie etwa Whirlpools oder eine Sauna müssten die Kostenträger komplett aus eigener Tasche bezahlen. Deshalb bleibt es aller Voraussicht nach bei eine 25-Meter-Becken mit fünf Schwimmbahnen plus einem nur 75 Zentimeter tiefen Nichtschwimmerbecken. Vorbild ist hier das Ende 2014 eröffnete neue Altdorfer Schulschwimmbad.

Nötig ist der Neubau, weil im vergangenen Jahr aufgefallen war, dass nicht nur die Decke des knapp 40 Jahre alten Hallenbads akut einsturzgefährdet war, sondern auch zahlreiche weitere Betonteile zum Teil starke Schäden aufwiesen. Laut Architekt Thiel sei eine Sanierung „nicht mehr wirtschaftlich“ (die PZ berichtete).

Laut Bürgermeister Hacker ist das neue Bad „vielleicht schon 2019“, auf jeden Fall aber 2020 fertig.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel