Kundgebung am Freitag

Röthenbach trauert mit Frankreich

RÖTHENBACH — „Das respektlose, hinterhältige und feige Verbrechen in Paris fordert uns zur Solidarität mit unseren französischen Freunden auf“: Röthenbach will am Freitag ein Zeichen für ein friedliches Miteinander der Kulturen setzen.

Um 13 Uhr ziehen Muslime und Christen gemeinsam von der türkisch-islamischen Begegnungsstätte über die von der Polizei gesperrte Bahnhofstraße zur Heilig-Kreuz-Kirche. Dort soll still, nur vom Läuten der Glocken begleitet, der Opfer des Attentats auf das Satiremagazin Charlie Hebdo gedacht werden. Anschließend geht es weiter zum Rathausplatz. Bei einer Kundgebung sprechen unter anderem Alexander Mielke und Wolfgang Angerer, die evangelischen und katholischen Pfarrer des Orts, sowie Recep Calik vom türkisch-islamischen Verein.

Laut Bürgermeister Klaus Hacker, der zu der Veranstaltung aufruft, geht es darum, „zu zeigen, dass Röthenbach eine offene und tolerante Stadt mit kultureller Vielfalt ist“. Für ihn sei es wichtig, dass sich Muslime klar und eindeutig von dem Attentat distanzierten. Calik dazu in einer Pressemitteilung: „Wir teilen den Schmerz der Menschen in Frankreich und der Angehörigen derer, die bei diesem terroristischen Angriff ihre Leben verloren haben.“

In Röthenbach kommen auf rund 12 000 Einwohner etwa 1300 Muslime, die meisten davon sind türkischstämmig. Daneben hat die Stadt starke Verbindungen nach Frankreich: Seit genau 50 Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem nordfranzösischen Les Clayes-sous-Bois.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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