Neues Karl-Heller-Stift

Grundstein ist gelegt

Von links: Landrat Armin Kroder, die Bauherren August Lotz und Paul Breitner, Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker, Manfred Wolf, Geschäftsführer der Stadtmission Nürnberg, die Architektin Linda Hirt sowie Gabi Rubenbauer und Wolfgang Tereick, Vorstände der Stadtmission Nürnberg bei der Grundsteinlegung des Karl-Heller-Stifts. | Foto: Kirchmayer2017/04/Grundsteinlegung-Karl-Heller-Stift-Rothenbach-Steinberg-II-Promis-2.jpg

RÖTHENBACH — Die Arbeiten laufen längst auf Hochtouren, doch erst gestern ist offiziell der Grundstein für das neue Karl-Heller-Stift gelegt worden. Für bis zu 136 Senioren entsteht ein vierstöckiger Bau in Atriumform.

Was nach der Fertigstellung durch seine fünfeckige Bauweise ein wenig dem Pentagon in Washington ähneln wird, ist noch mitten in der Rohbauphase. Doch die Bauherren versprechen: Bis August 2018 ist das neue Karl-Heller-Stift in Röthenbach gegenüber der Karl-Diehl-Halle fertig gestellt. Es wird das alte, in die Jahre gekommene Karl-Heller-Stift am Speckschlag ersetzen.

32 betreute Wohnungen mit jeweils 56 bis 69 Quadratmeter wird es dann hier geben, zudem 91 Pflegeplätze in Einzelzimmern und eine „Pflegeoase“. Der euphemistische Begriff steht für eine Art Wohngemeinschaft für acht Demente, die im Erdgeschoss untergebracht werden. Sie können auch einen abgesperrten Außenbereich nutzen. Einen Demenzbereich gab es auch bisher im Karl-Heller-Stift. Doch dieser befand sich in einem Obergeschoss. Dass die Demenzkranken in Zukunft problemlos einen umzäunten Außenbereich nutzen können, ohne Gefahr zu laufen, verloren zu gehen, bezeichnet Bürgermeister Klaus Hacker als „absolute Verbesserung“.

Noch vor Jahresende soll der Rohbau stehen, stellte Bauherr August Lotz in Aussicht, dessen Partner der ehemalige Fußballer Paul Breitner ist. Überhaupt ist Hacker angetan von den Fortschritten. Die Bauherren aus Velbert in Nordrhein-Westfalen haben schon das ein oder andere Altenheim errichtet und scheinen mit dem Großprojekt gut in der Zeit zu liegen. „Breitner und Lotz haben eine bewährte Bautruppe, die drücken aufs Tempo“, drückt es der Bürgermeister aus.

Die Bauarbeiten am neuen Karl-Heller-Stift in Röthenbach sind in vollem Gange.
2018 soll das Alten-und Pflegeheim fertig sein.
| Foto: Kirchmayer2017/04/Grundsteinlegung-Karl-Heller-Stift-Rothenbach-Steinberg-II-Baustelle-x.jpg

Bei der Grundsteinlegung betonte er, wie schnell es seit dem ersten Gespräch mit dem Betreiber, der Stadtmission Nürnberg, am 11. Mai 2015 vorwärts ging. Die Idee einer Sanierung des alten Altenheims am Speckschlag war schnell verworfen, Hacker schlug der Stadtmission das Areal im Baugebiet Steinberg II vor. Weil alle Beteiligten, auch das Landratsamt und der Freistaat, „an einem Strang gezogen“ hätten, sei bereits Mitte kommenden Jahres mit der Fertigstellung der „modernen, zeitgemäßen und menschlichen Einrichtung“ zu rechnen, so Hacker.

Auch mehrere Senioren vom Speckschlag nahmen den gestrigen Termin samt Gesprächsmöglichkeiten im Foyer der Karl-Diehl-Halle wahr. Denn nicht alle wissen, ob sie sich die neuen, teureren Plätze auch leisten können.
Zwar stellte Manfred Wolf, Geschäftsführer der Stadtmission Nürnberg, in Aussicht, dass alle Bewohner des bisherigen Karl-Heller-Stifts für den Neubau die ersten Ansprechpartner sein werden. Doch während es am Speckschlag auch Doppelzimmer gibt, macht Wolf keinen Hehl daraus, dass die modernen Einzelzimmer den Geldbeutel stärker belasten werden.

Unmittelbar neben dem Altenheim soll ein Kindergarten entstehen, der ebenfalls durch die Stadtmission betrieben wird. Zwei Kleinkindergruppen und drei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige mit maximal 25 Kindern soll es dort geben. Bürgermeister Hacker hofft auf „Synergieeffekte“ – Senioren und Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich zu begegnen. Auch ein Streichelzoo ist in Planung.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer