Bulldogtreffen Reichenschwand

„Kummt’s, dou brummt’s“

Schon die Einfahrt der Schlepper auf die Festwiese ist eine Schau. | Foto: M. Gniffke2018/09/DSC00215.jpeg

REICHENSCHWAND – Der Countdown läuft: Am Sonntag, 9. September, findet das dritte Bulldogtreffen der Schlepperfreunde Reichenschwand im Lusthausgarten beim Schloss statt.

Es ist ein fixer Termin: Immer am zweiten Wochenende im September, alle zwei Jahre, organisieren die Schlepperfreunde ein eigenes Treffen. Das mache die Organisation leichter und Besucher und befreundete Vereine könnten sich besser darauf einstellen, finden die Verantwortlichen. Der in jeder Hinsicht junge Verein wächst seit seiner Gründung 2015 stetig. Das Durchschnittsalter der Mitglieder bewegt sich zwischen 35 und 40 Jahren – der Wunschtraum wohl fast jeden Vereins.

Die Vorsitzenden Peter Meer und Philip Müller sowie Kassier Maximilian Hartmann sind alle drei Anfang bis Mitte Zwanzig. Sie stecken in den letzten Vorbereitungen. Seit etwa zwei Monaten treffen sie sich wöchentlich, vieles geht natürlich aber auch über WhatsApp-Gruppen und Facebook. So können Entscheidungen schnell getroffen werden und es macht die Vorbereitung effektiv. Schließlich muss alles ja neben Arbeit und Privatleben organisiert werden.

Viele Helfer

Aber sie sind nicht allein – viele Helfer im Vorstand, innerhalb und auch außerhalb des Vereins bringen sich ein. Die Kuchenliste ist gut bestückt, die Helferlisten haben kaum noch Lücken. Die Vernetzung mit anderen örtlichen Vereinen klappt auch, da wird manches ausgeliehen oder zum Beispiel die Linedance-Gruppe des Sportvereins mit einem Auftritt als Programmpunkt eingeplant.

Schon nach dem letzten Treffen begannen die Überlegungen, wie das nächste aussehen könnte. Ideen wurden gesammelt. Anregungen holt man sich bei den Treffen anderer Vereine. Auch hier klappt die Zusammenarbeit hervorragend, betont Philip Müller. Aus den gegenseitigen Besuchen sind viele Freundschaften entstanden. Es herrsche Kameradschaft statt Konkurrenz. So kommt es auch, dass eine Attraktion des Programms, das „Bremswagen ziehen“, mit einem eigens im Schlepperverein in Pyrbaum gebauten Wagen in Reichenschwand seine Premiere feiert. Ein Feld wird vorbereitet für eine Vorführung „pflügen und grubbern“.

Schon im vergangenen Jahr musste das Zelt bestellt werden. Die Musik kommt aus dem Ort, Manuel Hartmann und seine „Boarischen Boum“ spielen zum Frühschoppen und bis zum Abend auf.

Altes und Neues

Für das Moderieren beim Einfahren der Bulldogs konnte Hans Munkert aus Heuchling gewonnen werden. Er kommentiert das Ankommen der einzelnen Fahrzeuge und lässt das Publikum an seinem detaillierten Wissen über Maschinen und Hersteller sowie über Vereine und Fahrer teilhaben. Neben alten, zum Teil historischen Traktoren wird auch aktuelle Landtechnik gezeigt. Für die Werbung wurden Flyer und Plakate gedruckt, Anzeigen geschaltet. Am Ortseingang von Lauf kommend hängt ein großes Banner beim Gewächshaus der Gärtnerei Meer – warum nicht die stark befahrene B 14 auch mal als Informationsplattform nutzen? Und auch hier geht natürlich viel über die sozialen Netzwerke.

Für Strom und die Elektroinstallation muss gesorgt, Getränke und Essen müssen bestellt, ein Großeinkauf organisiert werden. Etwa eine Woche vor der Veranstaltung wird der Platz hergerichtet, Freitag und Samstag ist Aufbau. Am Samstag kommen schon die ersten Gäste, erwartet werden etwa 150 bis 200 Bulldogs aus nah und fern. Die Oberreichenbacher kommen wieder mit zwei Lkw.

Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, am Samstagabend findet ein Vereinsabend statt mit den bereits eingetroffenen Gästen. Auf zwei Tage ausweiten will man die Veranstaltung aber nicht, sondern sich lieber auf den Sonntag konzentrieren. Da die Vereinsmitglieder bei der Veranstaltung fast alles selbst machen – von der Bewirtung bis zum Betreuen der Programmpunkte –, will man die vielen Helfer auch nicht überfordern. Deshalb wird ein eigenes Treffen auch nur alle zwei Jahre durchgeführt, im Jahr darauf gibt es eine schöne Vereinsfahrt, wie etwa zum Schlütertreffen nach Halbergmoos.

N-Land Monika Gniffke
Monika Gniffke