Benefizkonzert für den CVJM Lauf

Band „O’Malley“ spielte gekonnt im Gewächshaus auf

Ossi Schimek, Wende Weigand und Matthias Merzbacher (v. links) brachten als O'Malley irisches Flair in das Reichenschwander Gewächshaus. | Foto: A. Pitsch2018/10/IMG_3787.jpg

REICHENSCHWAND – Da haben sicher auch die Salatblätter im Takt gewackelt: Nach zwei Jahren gab es eine Neuauflage des Benefizkonzerts von O’Malley für den CVJM Lauf im Gewächshaus von Blumen Meer.

Dass erneut Musik und stimmungsvolle Beleuchtung in die Glashallen am Ortseingang einzogen, war dem Einsatz von Günther und Esther Kozuschnik zu verdanken. Sie ist Vorsitzende des CVJM Lauf und organisierte das Benefizkonzert zu Gunsten der Jugendarbeit des christlichen Vereins. Tatkräftige Unterstützung fand sie dabei bei vielen Helfern, dem Kirwa-Verein, der sich um die Verpflegung kümmerte, sowie vielen Reichenschwandern, die die Stuhlreihen füllten.

Die ungezwungene Atmosphäre mit Gesprächen bei Guiness und Bratwurstweckla sprang auch sofort auf die Band über, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte – egal, ob zu Datenschutzverordnung, ihren Stücken oder: „Das Handy könnt ihr anlassen, wir sind eh lauter“.

Und vor allem mitreißender als jeder Klingelton. Gewohnt perfekt an den Instrumenten und mit der unverwechselbaren Stimme von Wende Weigand, brachte das Trio das Publikum mit den schwungvollen schottisch-irischen Weisen schon beim ersten Lied zum Mitklatschen. Die eingängigen Stepptanz-Rhythmen, die die Stücke prägten, trugen ihres zum Mitmachen und Schunkeln bei.

Nur staunen konnten die Konzertbesucher, als Geiger Matthias Merzbacher seinen Bogen in irrwitzigem Tempo über die Saiten fliegen ließ. Doch die drei erwiesen sich nicht nur als exzellente Musiker, Weigand, Merzbacher und Ossi Schimek verstehen es auch, das Publikum mit Hilfe ihrer Moderationen mitzunehmen, beispielsweise auf ein Ruderboot, auf dem die Zuhörer die Peitschenhiebe rufend imitierten.

Zeit zum Durchschnaufen war bei einigen melancholischeren Stücken, wie beim berührenden Song „Keeper of the flame“ über einen scheidenden Leuchtturmwärter. Und sogar fränkisch können die Herren, wie Weigand in einem lustigen A-cappella-Solo über einen Arbeitsunfall bewies.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch