Karate-Gürtel-Prüfungen im Dojo Pommelsbrunn

Präzise und knallhart

Beim Gruppenfoto nach den Karate-Prüfungen zeigen Martin Pallapies und Felix Nürnberger (rechts) in Schutzausrüstung einen Halbkreistritt. | Foto: privat2018/07/Gruppenbild_KarateSchuleMayer2018Juli.jpeg

POMMELSBRUNN – Drei Stunden dauerte die Prüfung zum Abschluss des ersten Halbjahres. In dieser Zeit bewerteten die Prüfer Jürgen Mayer, 7. Dan, und die Assistenztrainerin Elke Beck, 2. Dan, die Leistungen der 16 Karateka der Karate Schule Mayer.

Die Kindern zeigten tolle Leistungen im Wahlteil, der aus Übungen des gesamten Trainingsprogramms besteht. Das waren grundkonditionelle Fertigkeiten wie Kraft – sprich Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Liegestütz, Bauchaufzüge, Kniebeuge –, Spagat, Ausdauer und Koordination an der Koordinationsleiter sowie die Umsetzung der Karatetechniken an der Pratze, dem Schlagpolster und am Sandsack. An den Schlaggeräten zeigte der Prüfungsbeste, der zehnjährige Martin Pallapies aus Alfeld, sehr dynamisch und bereits realistisch Faust- und Fußtritte.

Bei der Selbstverteidigung wurden Befreiungen gegen Handgelenksumklammerungen, Körperumklammerungen, Griff in die Haare und Befreiungen in der Bodenlage gezeigt. Bei den Kindern in der Unterstufe (weiß bis grün) zeigten die jungen Prüflinge im Alter von vier bis zehn Jahren die Grundform von sieben bis neun Karate-Techniken wie Zuki (Fauststoß), Age-Uke (Abwehr oben) und Keri-Waza (verschiedene Fußtritte) in Grobform.

Theorie zum Schluss

Beim Freikampf mit kompletter Schutzausrüstung aus Helm, 
Faust- und Fußschützer ging es schon beherzt zur Sache. Zum Abschluss der praktischen Prüfungen wurde die Theorie mündlich geprüft. Die Fragen bezogen sich auf die japanische Terminologie der gezeigten Karatetechniken.

Die Prüfung der Erwachsenen bestand aus einem Pflichtteil mit der Vorführung der Kata und Technikkombinationen (Kihon) sowie einem Wahlteil. Die Kämpfer zeigten Verteidigungen gegen multiple Angriffe aus Faust- und Fußangriffen beim „Kihon-Ippon-Kumite“ und dem fortgeschrittenen „Jiyu-Ippon-Kumite“ und die Wirksamkeit der Karate-Techniken wahlweise auf Sandsack, Pratzen und Schlagpolster.

Hier präsentierten der 58-jährige Unternehmer Michael Zehetner aus Hersbruck, der an diesem Tag den höchst vergebenen Gürtel mit der Farbe Braun (vor Schwarz) bestand, ein ausgereiftes Technikrepertoire und der Laufer Alex Kremer (jetzt Violettgurt) präzise und explosive, knallharte Techniken.

Für den der A-Trainer des DOSB, Jürgen Mayer, ist 2018 ein besonderes Jahr. Im Oktober 1978 startete er in einem Karatekurs. Heuer sind es damit 40 Jahre, die er ohne Unterbrechung trainiert. Von seinem großen Wissen profitieren nun seine Kampfkunst-Schüler im schönen „Dojo am Bach“.

Nachzügler für Kinderkurse können sich noch melden. Die Kinder von vier bis sechs Jahren trainieren am Donnerstag, die ab sieben Jahren am Freitag. Infos gibt’s hier.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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