Karate in Pommelsbrunn

Kampfsportler meistern Gürtelprüfungen mit Bravour

Spektakulärer Sprungtritt: Adrian Schemainda aus Hohenstadt (rechts) beim „Ushiro Tobi Geri“. Er bestand den Grüngurt, 6. Kyu. | Foto: privat2018/04/UshiroTobiGeri2018.jpg

POMMELSBRUNN – Mit Bravour haben 22 Karateka aus Hersbruck und dem Umland ihre ersten Kyuprüfungen des laufenden Jahres in der Karate Schule Mayer absolviert und sind dabei für ihre Fortschritte mit neuen Gürteln belohnt worden. Bei der Prüfung vor Beginn der Frühjahrskurse beurteilten Jürgen Mayer, 7. Dan, und Assistenztrainerin Elke Beck, 2. Dan, die Leistungen.

Und die Kinder aus Pommelsbrunn, Eschenbach, Hohenstadt, Happurg, Stallbaum, Etzelwang, Hersbruck und Altdorf zeigten starke Leistungen im Wahlteil, der aus Übungen des gesamten Trainingsprogramms besteht – wie grundkonditionelle Fertigkeiten, Kraft (Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Liegestütz, Bauchaufzüge, Kniebeuge), Dehnung (Spagat), Ausdauer und Koordination sowie die Umsetzung der Techniken an der Pratze, dem Schlagpolster oder am Sandsack.

An den Schlaggeräten zeigte der Prüfungsbeste, der neunjährige Dennis Benzin, sehr dynamisch und realistisch sein bis jetzt erlerntes Technikrepertoire an Faust- und Fußtritten. Der junge Schwaiger, der seit fast vier Jahren bei seinem „Sensei“ (Lehrer) Jürgen Mayer trainiert, bestand jetzt vor den Augen seiner stolzen Eltern den Oberstufengürtel 4. Kyu (blau mit rotem Streifen).

Bei der Selbstverteidigung wurden Befreiungen gegen Handgelenks- und Körperumklammerungen, Griffe in die Haare und Befreiungen in der Bodenlage gezeigt. Die zierliche und doch bärenstarke Paula Nürnberger aus Stallbaum (6) wehrte dabei sogar die Angriffe eines Erwachsenen ab. Bei den Kindern in der Unterstufe (weiß bis grün) zeigten die jungen Prüflinge im Alter von vier bis zehn Jahren die Grundform von sieben bis neun Karatetechniken wie „Zuki“ (Fauststoß), „Age-Uke“ (Abwehr oben) und „Keri-Waza“ (verschiedene Fußtritte) in Grobform. Beim Freikampf mit kompletter Schutzausrüstung – Helm, Faust- und Fußschützer – ging es beherzt zur Sache.

Zum Abschluss des praktischen Teils wurde auch die Theorie mündlich geprüft, die Fragen bezogen sich auf die japanische Terminologie der gezeigten Karatetechniken und die Geschichte der fernöstlichen Kampfkunst.

Die Prüfung der Erwachsenen bestand aus einem Pflichtteil mit der Vorführung der Kata- und Technikkombinationen („Kihon“). Im Anschluss an die traditionelle Shotokan Kata und Kihon musste ein Wahlteil gezeigt werden, bei dem die Sportler Verteidigungen gegen multiple Angriffe aus Faust- und Fußangriffen („Jiyu-Ippon-Kumite“) und die Wirksamkeit der Karatetechniken an Sandsack, Pratzen und Schlagpolstern demonstrierten. Hier zeigten der 19-jährige Kfz-Mechaniker Lukas Linsel aus Hartmannshof und Gymnasiast Adrian Schemainda (16) aus Hohenstadt präzise und explosive Techniken.

Vor Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse gab Mayer, A-Trainer des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), noch individuelle, sofort umsetzbare Tipps und Korrekturhilfen für das kommende Training. Er lobte besonders das Können, die Kampfsport-einstellung und den „Spirit“.

Die Prüfungen hatten im „Dojo am Bach“ an der Nürnberger Straße einen würdigen Rahmen, und die rund 50 Zuschauer aus den Familien der Prüflinge konnten ganz nahe am Geschehen die Aktionen verfolgen.

Die Kinderkurse laufen bereits: für 4 bis 6 Jahre immer donnerstags, ab 7 Jahren am Freitag, Infos und Anmeldung unter Telefon 01577/7801235 oder per E-Mail an JM-SPORT@t-online.de. Näheres im Internet unter www.jmsport.org

N-Land Hersbrucker Zeitung
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