Schießsport

Juliana Heiß gewinnt Vereinspokal des SV 1610 Hohenstadt

Die frisch gekürten Vereinsmeister des SV 1610 Hohenstadt (von links): Markus Höfler, Lisa Ertel, Georg Seybold, Anneliese Sambach, Ute Bauer, Tim Deierl, Ernst Müller, Ben Bauer und Sebastian Höfler. | Foto: J. Ruppert2018/12/Schuetzen.jpg

HOHENSTADT – Gleich beim ersten Schuss im Finale hat Juliana Heiß die Weichen auf Sieg gestellt. Ihre 10,6 konterte Gegner Roland Schwederski zwar gleich dreimal mit dem gleichen Resultat. Doch als Aufleger wurden seine Treffer um einen Umrechnungsfaktor abgeschwächt. Juliana Heiß holte sich so den Vereinspokal des SV 1610 Hohenstadt im Luftgewehrschießen.

33 Präzisionssportler bewarben sich um den Titel. In allen Durchgängen hatte jeder Schütze fünf Versuche, von denen der Beste zählte. Die ersten drei Runden fanden im K.o.-System statt. Zum Auftakt schrammte Altmeister Georg Seybold nur knapp an einer Überraschung vorbei. Doch letztlich reichte sein 68-Teiler nicht, um Lisa Ertel (58-Teiler) aus dem Rennen zu werfen. Ute Bauer kam dank eines glänzenden 45-Teilers weiter. Dominik Ertel genügte für den gleichen Schritt ein 234-Teiler. Im hochklassigen Duell jung gegen routiniert behielt Laura Baumann (106) die Oberhand über Anneliese Sambach (126).

In den beiden folgenden Runden setzten sich mehrere Auflegerschützen durch. Ernst Müller bezwang Laura Baumann und Lisa Ertel. Roland Schwederski entschied die Vergleiche mit Ute Bauer und Herbert Holecek für sich. Dieter Tersch hatte bei seinen Erfolgen weniger Probleme. Das Finale der besten Fünf vervollständigten Juliana Heiß, die Tim Deierl, Markus Höfler und Helga Tersch das Nachsehen gab, und Dominik Ertel, der zweimal nacheinander ein Freilos zog.

Die Endrunde fand nach dem Modus „Reise nach Jerusalem“ statt, das heißt immer der Schwächste pro Fünf-Schuss-Serie schied aus. Die Zuschauer durften im Gastraum des SV Hohenstadt über Monitore den Wettkampf mitverfolgen. Als ersten erwischte es Dieter Tersch. Dominik Ertel brillierte mit einem 10-Teiler. Etwas zittern musste Juliana Heiß.

Im folgenden Durchgang musste der Taschenrechner helfen. Ernst Müller zog den Kürzeren, nachdem sein Resultat als Aufleger hochmultipliziert worden war. Erneut hatte Juliana Heiß Glück. In der Vorschlussrunde zielte Roland Schwederski (34-Teiler) am genauesten. Mit dem letzten Schuss – 10,4 Ringe – folgte Juliana Heiß, weil Dominik Ertel „nur“ 10,2 Ringe vorzuweisen hatte.

10,6 – 10,6 – 10,6 lauteten im entscheidenden Duell die Ringzahlen von Roland Schwederski. Er erreichte zwar noch weitere zwei Zehner. An die ebenfalls 10,6 von Juliana Heiß gleich mit dem ersten Schuss kam der Aufleger aber nicht heran. Obwohl Roland Schwederski den minimal besseren Teiler hatte (80 zu 97) und die deutlich bessere Serie vorweisen konnte, musste er sich wegen der Umrechnungstabelle mit dem zweiten Platz begnügen.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert