Ärger um neuen Bahnübergang

Hohenstädter fühlen sich von Warnton massiv gestört

Mit Transparenten bringen die Hohenstädter ihren Unmut zum Ausdruck. Der Signalton, der nun jedes Mal ertönt, wenn die Schranken an den neu gemachten Bahnübergängen schließen, ist für die Anwohner schier unerträglich. | Foto: privat2018/05/signalton.jpg

HOHENSTADT – Zahlreiche Hohenstädter Bürger ärgern sich. Zwar sind jetzt die beiden Bahnübergänge im Ort auf Vordermann gebracht, doch jedes Mal, wenn sich die Schranke senkt, bimmelt es nun an die 24 Mal. Bei rund 170 durchfahrenden Zügen für die Bewohner nicht auszuhalten, sagt Erich Pemsel, einer der erbosten Anwohner. Sie fordern von der Bahn dringend Abhilfe und haben dafür schon über 70 Unterschriften im Ort gesammelt.

„Wir wollen keinen Signalton“ prangt auf einem Transparent neben einem der beiden Bahnübergänge. „Signalton weg“ heißt es auf dem Plakat auf der anderen Seite. Die Hohenstädter fühlen sich von dem mehrmaligen Glockenton, der nun bei jedem Schließen der Schranke ertönt, belästigt. „Das nimmt uns die Lebensqualität“, sagt Pemsel, der direkt an einem der Bahnübergänge wohnt. Nachts könne er nicht mehr bei offenem Fenster schlafen, so störend sei das akustische Signal.

Zur Sicherheit
„Wir nehmen die Beschwerden der Bürger sehr ernst“, teilte ein Bahnsprecher auf Nachfrage der Hersbrucker Zeitung mit. Deshalb habe die Bahn die Lautstärke des Tons, der ja letztendlich der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Fußgänger, dienen soll, seit vergangenem Freitag so weit heruntergefahren wie möglich, so der Pressesprecher.

Davon aber spüren Erich Pemsel und seine Nachbarn nichts. Es sei nach wie vor unerträglich, sagen sie. Dabei gebe es ihrer Meinung nach doch genügend Möglichkeiten, das zu ändern. Etwa die Lautsprecher tiefer zu setzen, so dass der Signalton nur lokal begrenzt zu hören ist und nicht weithin erschallt.

Demnächst soll es erneut einen Termin mit Vertretern der Bahn vor Ort in Hohenstadt geben. Er sei in ständigem Austausch mit der Bahn, erklärte dazu Pommelsbrunns Bürgermeister Jörg Fritsch. Den Unmut der Anlieger könne er durchaus verstehen, zumal es vor den Arbeiten an den beiden Bahnübergängen dort keinen akustischen Signalton gab. Aber auch die Sicherheitsvorschriften seien einzuhalten. Man müsse jetzt einfach schauen, wo ein Kompromiss möglich sei, so Fritsch.

N-Land Katja Bub
Katja Bub