Party am Samstag

DJ Housemeister und Tamzarian feiern ihr Zehnjähriges

Armin Mertel und Daniel Kaiser (von links) sind seit zehn Jahren als „DJ Housemeister und Tamzarian“ unterwegs. | Foto: M. Wildner2018/11/Armin.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Ihre Heimat ist das Mischpult: „DJ Housemeister und Tamzarian“ haben sich in den Bars und Clubs der Umgebung einen Namen gemacht, im Schimanski in Nürnberg legen sie einmal im Monat auf und auch auf Hochzeiten heizen sie mittlerweile ein. Heuer feiern Daniel Kaiser (33) aus Pommelsbrunn und Armin Mertel (31) aus Heldmannsberg ihr Zehnjähriges: Am 1. Dezember steigt die Geburtstagsparty in der Sängerhalle in Hartmannshof. Zeit, mit ihnen in die DJ-Welt einzutauchen und über ihre Erfolgsstory zu reden.

Eine Frage vorweg: Wie kam es eigentlich zu Ihrem Künstlernamen?
Daniel Kaiser: Das war recht spontan bei mir. Bei meinem ersten und einzigen Soloauftritt im Boulevard in Hersbruck fragte die damalige Besitzerin, mit welchem Namen sie mich denn ankündigen soll. Weil ich gerne Housemusik höre, habe ich einfach „DJ Housemeister“ gesagt. Allerdings hat mir der Name lange nicht gefallen, aber mittlerweile sind wir so bekannt, dass ich ihn nicht mehr ändern kann.
Armin Mertel: Ich war schon immer großer Simpsons-Fan. In der Folge „Alles Schwindel“ kommt heraus, dass Rektor Skinner in Wirklichkeit Armin Tamzarian heißt. Da war ich erst einmal total glücklich, dass er denselben Vornamen hat wie ich. Danach lief es ähnlich wie bei Daniel, die Boule-Besitzerin hat mich nach meinem DJ-Künstlernamen gefragt und ich hab mich spontan an die Simpsons erinnert.

Im Boulevard fing Ihre Erfolgsstory richtig an.
Kaiser: Sozusagen. Letztendlich haben wir 95 Mal dort aufgelegt. Damals gab es eine große „Boule-Clique“. Wir haben aber auch viel auf Silvesterpartys und Geburtstagen von Freunden gespielt, durch die wir wiederum bei anderen bekannt wurden.
Mertel: Wir waren halt „gut und günstig“ (lacht).

Wie schwer war es, sich außerhalb Hersbrucks einen Namen zu machen?
Kaiser: Da läuft eigentlich nichts ohne „Vitamin B“. Anfangs sind wir mit unseren Mixtapes durch Nürnberg gezogen. Aber da ist die Konkurrenz so groß, da hast du keine Chance. Wir hatten Glück, dass wir den Besitzer des Schimanski im Boulevard kennengelernt haben und dadurch auch in seinem Club auflegen durften.

Sie haben anfangs hauptsächlich House und Hip Hop gespielt, mittlerweile haben Sie eine breite Range. Wie kam’s?
Mertel: Die Leute wollten einfach mehr. Ich hatte mir irgendwann die Bravo-Hits eins bis 90 heruntergeladen und fand es irgendwie ziemlich geil. Wir haben dann alle digitalisiert und in Lauf unsere erste 90er Party geschmissen.
Kaiser: … und die können wir richtig gut! Danach kamen auch so langsam die Hochzeitsanfragen. Das machen wir mittlerweile seit sechs Jahren, alleine heuer haben wir auf 20 Feiern aufgelegt. Das reicht aber auch …

Worauf kommt es beim richtigen Mix an?
Mertel: Es ist nur wichtig, dass die Geschwindigkeit der Lieder zusammenpasst. Nach „Happy“ von Pharrell Williams kann man zum Beispiel super „Let’s twist again“ spielen, obwohl die Songs ja weder das gleiche Genre haben noch in derselben Zeit entstanden sind. Ein ungeschriebenes Gesetz ist auch, dass man zum Aufwärmen eher langsame Lieder spielt und mit der Zeit schneller wird.
Kaiser: Und man sollte ein Gefühl dafür haben, was die Leute wollen. Das macht uns auch aus. Allem seinen eigenen Stempel aufdrücken zu wollen und nicht auf die Zuhörer einzugehen, bringt nichts.

Club oder Hochzeit – wo legen Sie lieber auf?
Kaiser: Es hat beides seinen Reiz, aber in einem Club aufzulegen, ist schon die Erfüllung für einen DJ. Dort bist du Chef, auf der Hochzeit bist du Dienstleister.
Mertel: Der Traum wäre natürlich, auf einem Festival aufzulegen. Im Kleinen haben wir uns den sogar schon mal erfüllt: Wir waren privat auf dem SonneMondSterne Festival und hatten unser DJ-Set dabei. Irgendwann haben wir einfach auf dem Zeltplatz angefangen, aufzulegen. Das war nicht erlaubt, aber ruck zuck haben rund 150 Leute mit uns gefeiert. Mittlerweile macht das jeder.

Was ist für Sie das beste am DJ-Dasein?
Kaiser: Das Geld (lacht). Nein, es ist einfach ein geiles Gefühl, wenn du vorne stehst und die Leute es toll finden, was du dir ausdenkst. Und wenn ein Lied den Leuten gefällt, gefällt es mir auch.
Mertel: Ganz genau. Es ist einfach schön, wenn die Leute wegen dir eine gute Zeit haben.

Für Ihr Zehnjähriges am 1. Dezember haben Sie sich Gast-DJs eingeladen. Wen?
Kaiser: Da wäre zum einen Locke alias Andreas Schmid, Resident DJ auf der Mississippi Queen in Nürnberg. Dann DJ Phizzey alias Philipp Zinner aus Altensittenbach und Michi D. alias Michael Donhauser aus Lauf. Wir lassen die Jungs den größten Teil des Abends spielen, weil wir selbst feiern und genießen wollen. Übrigens geht das Gerücht rum, dass wir danach aufhören: Das stimmt definitiv nicht.

Am Samstag, 1. Dezember, steigt die Geburtstagsparty von DJ Housemeister und Tamzarian ab 20 Uhr in der Sängerhalle in Hartmannshof. Der Eintritt kostet vier Euro.

N-Land Marina Wildner
Marina Wildner