2019 Radweg ab Neunhof

Per Rad von Lauf nach Eschenau

Bisher müssen Radfahrer die Staatsstraße 2240 nutzen, um von Neunhof nach Eschenau zu kommen. Ab Sommer 2019 soll ein Geh- und Radweg östlich entlang der Straße (im Bild links der Straße) führen. | Foto: Stadt Lauf/Müller2018/01/Radweg-Lau-Eschenau-Foto-Stadt-Lauf_Mueller.jpg

NEUNHOF/ESCHENAU — Wer von Neunhof per Fahrrad auf kürzestem Weg nach Eschenau möchte, muss bisher die Staatsstraße 2240 nehmen. Dank eines Förderprogramms soll es entlang der Straße bis 2019 einen Geh- und Radweg geben.

„Die Regierung von Mittelfranken stuft den Radweg an der Staatsstraße 2240 zwischen Neunhof und Eschenau für 2018 als prioritäres Vorhaben ein“. So heißt es in einem Brief des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann an Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping.

Im Laufer Rathaus habe die Nachricht große Freude ausgelöst, sagt der stellvertretende Bauamtsleiter Bernhard Hammerlindl. Schließlich könne nun eine bedeutende Lücke im Radwegenetz zwischen Lauf und dem Markt Eckental geschlossen werden.

Die Aufnahme in ein Straßenbauprogramm für dieses Kalenderjahr bedeutet, dass die Stadt mit einer Förderung der Maßnahme von rund 60 Prozent planen kann. Wie hoch die Gesamtkosten auf Laufer Seite sein werden, steht noch nicht fest, Hammerlindl geht aber von einer siebenstelligen Summe aus.

Der rund 2,7 Kilometer lange Geh- und Radweg soll am nördlichen Ortsrand von Lauf-Neunhof beginnen und östlich entlang der Staatsstraße 2240 bis zum Eckentaler Ortsteil Eschenau verlaufen. Er sei „ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn“, erklärt Hammerlindl. Derzeit müssten Radfahrer noch „die viel befahrene, relativ unübersichtliche Staatsstraße benutzen, was eine Gefahrenquelle darstellt“.

Spatenstich im Sommer?

In Kürze soll die Baufreigabe von der Regierung von Mittelfranken erteilt werden. Die Stadt Lauf plant, spätestens im Frühsommer den Auftrag zum Bau des Radwegs zu vergeben und dann auch zum Spatenstich einladen zu können. Mitte 2019 soll der Radweg fertig gestellt sein. Aktuell laufen bereits Planungen, welche Hecken zurückgeschnitten werden müssen und wo vereinzelt Bäume und Sträucher weichen müssen.

Mit Hilfe der Förderzusage komme die Stadt Lauf ihrem Ziel ein weiteres Stück näher, den Radverkehrsanteil um fünf Prozentpunkte auf 15 Prozent zu steigern, so Bernhard Hammerlindl.

Gemeinsam mit Ilse Dölle, der Bürgermeisterin des Marktes Eckental, hatte sich Benedikt Bisping seit Jahren für den aus Laufer Sicht wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz engagiert.

Beide Kommunen versprechen sich durch den Bau Verbesserungen für Berufspendler und Radtouristen. So stellt die Trasse die kürzeste Verbindung zwischen den Bahnlinien Nürnberg – Lauf rechts und Nürnberg – Gräfenberg dar. Auch die neue Route der Burgenstraße führt entlang der Strecke.

Schon in den Jahren 2015 und 2016 hatten sich die Stadt Lauf und der Markt Eckental beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr um die Aufnahme in das Förderprogramm bemüht, zunächst aber Absagen erhalten. Umso erfreulicher sei es, dass das Projekt von der Regierung von Mittelfranken nun als prioritäres Vorhaben bewertet und in das sogenannte FAG-Sonderbaulastprogramm 2018 aufgenommen werde, so Bisping.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer