Laufer Krankenhaus

Patienten ziehen in neues Bettenhaus

64 Betten hat der 24,7 Millionen Euro teure Neubau des Laufer Krankenhauses, der den 50 Jahre alten Trakt der Inneren und der Chirurgie ersetzt. Geplant hat den 100 Meter langen Riegel das Architekturbüro Haid & Partner. | Foto: Krieger2017/12/KH-Lauf-Neubau.jpg

LAUF — Das neue Bettenhaus des Laufer Krankenhauses ist fertig. Am Montag vergangener Woche hat der Umzug der ersten Patienten der Inneren Abteilung in den neuen Trakt mit 64 Betten begonnen. 24,7 Millionen Euro hat das Gebäude nach dem Entwurf des Architekturbüros Haid & Partner aus Nürnberg gekostet.

Rein der Summe nach ist das die größte Investition in der 50-jährigen Geschichte des Laufer Krankenhauses, wobei der Freistaat den Löweanteil geschultert hat: 21,5 Millionen Euro gab es an Fördermitteln für den Bau BA4b, der das 50 Jahre alte Bettenhaus ersetzt. 3,2 Millionen Euro hat die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH an Eigenmitteln aufgebracht. Zusammen mit der 2016 in Betrieb gegangenen und komplett aus Eigenmitteln finanzierten Großküche sind das rund acht Millionen Euro Investitionen in den Krankenhausstandort Lauf in jüngster Zeit.

Drei Jahre hat die Fertigstellung des 100 Meter langen Riegels zum Kunigundenberg hin gedauert, in den im ersten und zweiten Stock Innere und Chirugie und in den dritten Stock Verwaltung sowie Abteilungen wie Technik, Qualität und Hygiene untergebracht werden. Letztere sind seit Abriss der alten Verwaltungsgebäude größtenteils in Hersbruck untergebracht. Ihr Umzug ist im Januar geplant. Wer von der Verwaltung in Hersbruck bleibt und wer wieder nach Lauf kommt, ist laut Dr. Thomas Grüneberg, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH, aber noch nicht endgültig entschieden.

Die Bauzeit des neuen Bettenhauses hatte sich am Ende hin etwas verzögert. Im September wurden zunächst die drei neuen Zimmer der Intensivstation im Erdgeschoss des Neubaus in Betrieb genommen. Diese hat durch die neu geschaffene Liegendeinfahrt für Rettungsfahrzeuge einen direkten und geschützten Zugang bekommen. Für Grüneberg eine aus medizinischer Sicht ganz wichtige Maßnahme: „Wir können nun vor Ort besser entscheiden, wer was braucht und dann auf Notaufnahme, Intensivstation oder CT verteilen.“ Der Computertomograph ist neben einem neuen Schockraum im Intensivbereich eine Neuanschaffung im Zuge des Neubaus. Zusammen mit der Praxis Langlouis und dem Klinikum Süd gewährleiste man damit eine 24-Stunden-Bereitschaft, betont Grüneberg.

Geschäftsführer Dr. Thomas Grüneberg (links) mit Technikchef Hermann Müller und Pflegedienstleiterin Julia Rögner in einem der neuen Patientenzimmer. | Foto: Krieger2017/12/Krankenhaus-Lauf-Patientenzimmer-ThomasGruneberg-HermannMuller-Julia-Rogner.jpg

Im ersten Stock des neuen Bettenhauses ist die Innere Abteilung untergebracht. Die ersten Patientenzimmer wurden vergangene Woche belegt. In den zweiten Stock soll bis Ende dieser Woche auch die chirurgische Abteilung eingezogen sein. Insgesamt gibt es in dem Neubau 28 moderne, helle und geräumige Zweibettzimmer, die alle über eine eigene Nasszelle für jeden Patienten verfügen. „Das ist ein deutlicher Komfortzuwachs“, betont Grüneberg. Hinzu kommen vier Einzelzimmer sowie vier sogenannte Schleusenzimmer für infizierte oder schwerstkranke Patienten, die hier etwas abseits vom Geschehen versorgt werden können. Für Pflegedienstleiterin Julia Rögner ein ganz wichtiges Angebot. „Im Altbau bedeutete es immer viel Organisation, das möglich zu machen.“ Sie und die 80 Mitarbeiter des Pflegepersonals freuen über den Neubau. Denn neben den moderen Patientenzimmern und geräumigen Aufenthaltsräumen auf jedem Stock sind auch die Arbeitsräume des Pflegepersonals nun größer, heller und moderner. „Die einzelnen Bereiche liegen auch nicht mehr so weit auseinander“, sagt Rögner, „das erleichtert die Arbeit“. Zudem gebe es an den Pflegestützpunkten mehr Sitzplätze und Rechner, um die Dokumentation zu stemmen. Die Mitarbeiter freuten sich alle sehr auf ihren neuen Arbeitsplatz, hätten mit Schwung den lange geplanten Umzug der beiden Abteilungen in die Hand genommen. „Das ist etwas ganz Besonderes für uns.“

Für 24. März 2018 ist die offizielle Einweihung des neuen Bettenhauses, verbunden mit einem Tag der offenen Tür, geplant. Was mit dem alten Bettenhaus passieren wird, dazu gibt es schon Pläne. „Der Altbau wird Verlagerungsmasse für Hersbruck“, bestätigt Thomas Grüneberg. Es gebe allerdings noch keinen Zeitplan. Dieser richte sich nach der Schließung. „Das wird dann Bauabschnitt V in Lauf“.

N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger