Kommentar

Jetzt zu Wort melden

Kommentar zum Bericht „Unterschriften für das Krankenhaus“:

Ja, etliche Leserbriefschreiber haben in der HZ ihren Unmut über die angekündigte Krankenhausschließung bekundet, ebenso der Hersbrucker Bürgermeister und alle Parteien. Aber der große Aufschrei, der breite Protest der Bevölkerung, ist bisher ausgeblieben.

Dabei hat Hersbruck mehr als nur eine gut funktionierende Gesundheitsversorgung auf ordentlichem Niveau zu verlieren. Angesichts der kaufmännisch begründeten Zentralisierungsbestrebungen im ganzen Land läuft die ehemalige Kreisstadt mit ihrem Umland allgemein Gefahr, zu viel von ihrer früheren Bedeutung einzubüßen. Weitere Stichworte hierzu sind das Wirtshaus- und Ladensterben, ausbleibende Gewerbe-Neuansiedlungen von Bedeutung und auch das Scheitern der Bemühungen um eine Fachoberschule.

Jetzt wäre die Zeit, dass sich die Bevölkerung zu Wort meldet und nicht einfach nur resigniert hinnimmt, was ihr vorgesetzt wird und wie unabwendbar wirkt. Seine Unterschrift für den Krankenhauserhalt und eine gute medizinische Grundversorgung zu geben, ist eine gute Möglichkeit dazu.

Und es wäre, bei entsprechender Beteiligung, auch ein gewichtiges weiteres Argument für diejenigen, die an höherer Stelle gegen die Schwächung der lebenswerten Hersbrucker Schweiz ankämpfen.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz