Bundeskanzlerin dankt Flüchtlingshelfern

Sophie Linnert trifft Angela Merkel

Sophie Linnert (ganz links) von "Hand in Hand in Hersbruck" traf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. | Foto: privat2017/04/IMG-20170407-WA0009.jpg

BERLIN – Sophie Linnert von  „Hand in Hand in Hersbruck“ hat Angela Merkel in Berlin getroffen. Die Bundeskanzlerin hatte rund 150 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, zu einem Empfang eingeladen, um sich für deren Engagement zu bedanken.

Sophie Linnert aus Engelthal ist Studentin. In ihrer Freizeit engagiert sich die 25-Jährige ehrenamtlich für „Hand in Hand in Hersbruck“. Sie kümmert sich als Hauspatin um die Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft in der Ostbahnstraße, hilft bei Arzt- und Behördengängen, spielt mit den Kindern und vermittelt, wenn nötig, Hilfe. Als nun die Einladung von Bundeskanzlerin Merkel ins Haus flatterte, die einen Abgesandten zum Empfang nach Berlin einlud, wählte „Hand in Hand in Hersbruck“ Sophie Linnert aus.

Heute dann endlich der große Tag: Die 25-Jährige traf die Kanzlerin. „Es war toll“, schwärmt sie am Telefon. Auch wenn die Veranstaltung hochprofessionell gewesen sei, inklusive der Sicherheitskontrollen beim Einlass ins Kanzleramt, die Atmosphäre sei doch locker gewesen, erzählt sie. „Und es waren mehr junge Leute da, als ich gedacht hätte.“

Anders als im Protokoll vorgesehen übernahm dann jedoch nicht Kanzleramtschef Peter Altmaier die Begrüßung, sondern Merkel. Sie bezog noch einmal Stellung zu den Vorfällen in Syrien und verurteilte den Giftgasangriff dort scharf. Bei der anschließenden Diskussion mit ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern zeigte sich die Kanzlerin zuversichtlich, dass Europa die Flüchtlingsproblematik bewältigen werde, auch wenn es natürlich noch viel zu tun gebe.

Nach einem Imbiss und einer Führung durchs Kanzleramt nutzte Sophie Linnert noch den Nachmittag, um mit ihrer Schwester, die sie bei der Reise begleitete, durch Berlin zu bummeln. „Wir gehen jetzt erst einmal irgendwo einen Kaffee trinken“, erzählt die 25-Jährige.

N-Land Katja Bub
Katja Bub