Leichenfund in Spanien

Ist die Tote Sophia?

Mit diesem Flyer suchte die Familie nach Sophia. | Foto: Privat2018/06/35682262_1878270115545786_4922337880505843712_n.jpg

NÜRNBERGER LAND/ALAVA — Spanische Zeitungen vermelden, dass in der baskischen Region Alava die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde. Vieles deutet darauf hin, dass es sich um die vermisste Sophia L. handelt.

An der Leiche seien Spuren von Gewalt gefunden worden, meldet die spanische Zeitung El Correo. Die Tote sei am Donnerstagnachmittag in der Nähe einer Tankstelle bei Bilbao entdeckt worden. Gerichtsmediziner sollen die Leiche genauer untersuchen, alles deute aber darauf hin, dass es sich um die vermisste Deutsche handelt. 

Sophia war vor gut einer Woche, am Donnerstag, 14. Juni, zum letzten Mal lebend in der Nähe von Leipzig gesehen worden, wo sie zuletzt wohnte. Bei Schkeuditz soll sie als Tramperin in einen Lastwagen gestiegen sein, unterwegs nach Amberg.

Ihr Bruder, der unter anderem über Facebook nach ihr suchte, will den Kraftfahrer ausfindig gemacht haben. Dieser soll, so berichtet er, die 28-Jährige nach eigener Aussage an der Autobahnausfahrt Lauf/Hersbruck abgesetzt haben. Seit Tagen lief eine Suchaktion der Polizei entlang der A9, unter anderem in Lauf. Wobei die Beamten bisher weder dementierten noch bestätigten, dass es dabei um die Vermisste ging.

Fahrt führte wohl über Lauf

Am Dienstag dieser Woche wurde dann offenbar der Trucker festgenommen. Er soll die Tat bereits gestanden und die Polizei auch zur Leiche geführt haben. Nach Informationen der Onlineausgabe von Bild, die einen 41-jährigen Marokkaner als Verdächtigen benennt, hat der Mann am Abend, nachdem Sophia zu ihm in den Lastwagen gestiegen war, wohl in Lauf übernachtet. Tags darauf habe er seine Fahrt Richtung Süden fortgesetzt. Das sei anhand von GPS-Daten rekonstruiert worden.

Die deutschen Behörden – zuständig für den Fall sind die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Leipzig – haben sich zu all dem bisher nicht geäußert. Sie sind extrem zurückhaltend mit Informationen, aus „ermittlungstaktischen Gründen“, wie es offiziell heißt.

Die Studentin war am Donnerstag vor einer Woche auf dem Weg in ihren Heimatort Amberg. Sie soll regelmäßig zwischen Franken und Sachsen per Anhalter gefahren sein. Sie war laut Hersbrucker Zeitung im Nürnberger Land zur Schule gegangen und hatte noch Freunde in der Region.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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