Hochkarätiges Domreiterturnier

Nachwuchs-Judokas des SV Neuhaus holten Gold und Bronze

Zweimal Edelmetall für Neuhaus: Julia Schreg (links) gewann in Bamberg im Leichtgewicht, Luka Scharrer (rechts) holte in der Klasse über 78 kg Bronze. | Foto: A. Schauer2018/10/Domreiter.jpg

BAMBERG – Mit einem Sieg und einem dritten Platz haben die Neuhauser Judomädchen des SV Neuhaus beim Domreitertrunier in Bamberg unter den Augen von U 18-Bundestrainerin Lena Göldi einen glänzenden Eindruck hinterlassen. Schließlich hatten es die Mädels von Trainer Achim Schauer dort mit den besten deutschen Kämpferinnen der Altersklasse U 17 zu tun.

Theresa Lutter und Svenja Gruber traten in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm an. Beide hatten keinen guten Start und mussten sich geschlagen geben. In der Trostrunde unterlag Theresa Lutter dann erneut und schied ohne Sieg aus. Für Svenja Gruber lief es etwas besser, sie setzte sich in der Trostrunde zweimal erfolgreich durch, ehe sie erneut verlor und so ebenfalls ohne Platzierung blieb.

Luka Scharrer hatte in ihrer Gewichtsklasse (+78 kg) mit nur sieben Teilnehmerinnen eine der kleinsten Wettkampflisten. Zudem bekam sie auch noch das Freilos, so dass es für sie bereits mit dem Halbfinale losging. Dort traf sie auf die Silbermedaillengewinnerin der diesjährigen deutschen U 18-Meisterschaften, Lucia Erdorf aus Walheim (Nordrhein-Westfalen). Hoch motiviert ging die Neuhauserin schnell in Führung, brachte ihren Vorsprung allerdings nicht über die Zeit und musste sich in einem Haltegriff geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei setzte Scharrer ihre Kontrahentin Franziska Will von den Judoka Rauxel über die gesamte Zeit unter Druck, gewann vorzeitig und errang ihre erste nationale Medaille.

Noch besser lief es für Julia Schreg (-44 kg). Mit einem Freilos in das hochkarätig besetzte Turnier gestartet, traf sie in Runde zwei auf die Berliner Auswahlkämpferin Nele Wagner. Schon bei der ersten Aktion punktete die Neuhauserin mit einem Fußwurf voll und entschied den Kampf für sich. Im Halbfinale erarbeitete sie sich gegen Carolin Junger vom JC Jena in einem Kampf auf Augenhöhe nach gut zwei Minuten einen kleinen Vorteil mit einem Schulterwurf. Anschließend erwischte sie ihre Gegnerin wieder mit einer Fußtechnik und so stand sie im Finale.

Hier wartete Lena Djeriou aus Frankfurt/Main. Obwohl Julia Schreg einen kleinen Kraftnachteil hatte, entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Duell mit Chancen auf beiden Seiten. Eine Minute vor Schluss konterte Julia Schreg einen Außensichelansatz aus und sicherte sich damit den verdienten Turniersieg.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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