Konzert der Stadtkapelle Velden

Musicals im Schlosshof

Dicht gedrängt saßen die Besucher im Schlosshof vor der Bühne und genossen neben der Musik auch Kulinarisches. | Foto: D. Meyer2018/07/IMG_0205.jpeg

VELDEN – Die Stadtkapelle Velden lockte mit ihren „Musicals am Schloss“ zahlreiche begeisterte Menschen in den Veldener Schlosshof. Diese genossen einen lauen, romantischen Sommerabend mit bekannten Stücken.

Die Schlosshof-Veranstaltungen der Stadtkapelle im Zweijahresturnus entpuppen sich das ein ums andere Mal als wertvoller Geheimtipp – nicht nur für Blasmusikfreunde. Wie bereits mit „Rock“ beziehungsweise „Klassik am Schloss“ zeigte sich das Orchester mit einer Art von Musik, die viele zunächst nicht mit einer Blaskapelle in Verbindung bringen. Denn die Dirigentin Corinna Nollenberger hatte mit ihren 36 Musikern ein abendfüllendes Musical-Programm einstudiert, das keine Wünsche offen ließ. Vom „König der Löwen“ bis zu „West Side Story“ und von „Starlight Express“ bis „Grease“ waren sämtliche Highlights vertreten.

Einmal mehr hat sich die akkurate Probenarbeit der musikalischen Leiterin bewährt. Der ausgewogene Klang, bei dem jedes Register gleichermaßen zu hören, aber nicht aufdringlich ist, und die rhythmische Exaktheit machten Freude beim Zuhören. Die Musiker blieben über die lange Zeit und die vielen Stücke hinweg stets hoch konzentriert, sodass auch die schwierigsten Übergänge in den Medleys reibungslos klappten. Sämtliche Soli meisterten die Bläser und Schlagzeuger ebenso souverän. Die Energie der Musik war deutlich zu spüren und schwappte förmlich auf die Zuhörer über.

Gesangseinlage als Novum

Ein Novum bei den Auftritten der Stadtkapelle war die wunderbare Gesangseinlage von René Steidtner und Monika Grund bei der Nummer „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Dafür ernteten sie besonderen Applaus.
Petra Meyer führte durchs Programm und erklärte dem aufmerksamen Publikum den Hintergrund der einzelnen Stücke. Bei der Ansage zur “Rocky Horror Picture Show“ überraschte sie mit einer kleinen Tanzeinlage und animierte die Zuschauer zum Mitmachen beim „Time Warp“.

Der laue Sommerabend, die flackernden Teelichter auf den weiß gedeckten Bierzeltgarnituren und die kleinen Lichterketten überm Schlosshof trugen dazu bei, dass mit der einsetzenden Dämmerung eine romantische Stimmung im Schlosshof entstand, sodass die Gäste so lange blieben, bis auch der letzte Ton der vierten Zugabe verklungen war – und teilweise darüber hinaus.

N-Land Petra Meyer
Petra Meyer