Neuhauser Judo-Damen bleiben in 2. Liga

Klassenziel locker erreicht

Bei den Saisonabschlusskämpfen in Sindelfingen unterlagen die Neuhauser Judodamen zwar sowohl dem Gastgeber als auch der Mannschaft aus Weimar. Trainer Achim Schauer blickt trotzdem zufrieden auf die Saison. | Foto: privat2017/09/8431033.jpeg

NEUHAUS – „Im Optimalfall wäre sogar mehr drin gewesen“, sagt ein hörbar zufriedener Achim Schauer. Der Trainer der Judo-Damen des SV Neuhaus darf sich zusammen mit seinen Sportlerinnen über Rang sieben in der Abschlusstabelle der zweiten Bundesliga freuen. Das Ziel in der Premierensaison, der Klassenerhalt, ist damit erreicht.

Nach vier Kampftagen mit je zwei Begegnungen stehen drei Siege und fünf Niederlagen zu Buche. Die Erfolge fuhren die Neuhauser Judoka gleich zu Beginn ein – „da hatten wir auch sehr viel Glück“, gibt Schauer zu. Dieses verließ die stets engagiert kämpfenden Sportlerinnen dann vor allem vor heimischem Publikum; die knappen Partien gingen zu ihren Ungunsten aus. Aufgrund des Auftretens seiner Damen will Schauer nicht sagen, dass ihnen am Ende die Luft ausgegangen ist – auch wenn die vier Pleiten in Folge stehen.

Diese sind wohl eher der Tatsache geschuldet, dass der Klassenerhalt bereits vor dem letzten Auftritt in der zweiten Bundesliga feststand. „Da geht man natürlich beruhigter in die Kämpfe, und bei einigen hat die Spannung etwas gefehlt“, erklärt Schauer. Dass am Ende kein Erfolg mehr heraussprang, lag aber auch an den Gegnern von der Tabellenspitze. „Das war eine schwere Aufgabe für uns“.

Auch wenn Rang sieben der drittletzte Platz bedeutet und der Traum vom Mittelfeldplatz geplatzt ist, „gefühlsmäßig“ würde Schauer sein Team in der engen Liga doch dort einsortieren. Schließlich hätten zwei Triumphe für den Klassenerhalt gereicht. „Ich kann mit den drei Siegen daher leben.“ Zumal seine Mädels nicht nur die Last weniger (taktischer) Erfahrung mit auf die Matte nahmen, sondern auch die des sehr kleinen Kaders von nur 17 Leuten. „Damit sind wir schon auf die Füße gefallen.“

Mehr Flexibilität

Schauer möchte daher in der Wettkampfpause fünf zusätzliche Frauen gewinnen, „um flexibler zu sein und uns breiter aufzustellen“. Da es keine Abgänge geben wird, kann Schauer im kommenden Jahr ein „gefestigtes Team“ in die Liga schicken: „Ich glaube, dass wir dann wieder gut mitspielen können und um einen Mittelfeldplatz mitkämpfen werden.“ Von der Spitze will der überlegt agierende Trainer nicht sprechen. „Dafür müsste man Geld investieren, und wir sind hier nicht bereit, ein Halb- oder Profitum aufzubauen“, macht er klar.

Nicht nur das haben Schauer und seine Damen in der Premierensaison gelernt. „Das Niveau ist einfach deutlich höher als in der Landesliga, und man muss auch planerisch anders herangehen“, fasst er die Erkenntnisse zusammen. Es war schon ein Lehrjahr, findet Achim Schauer, aber ein recht gutes.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch