Marktgemeinderatssitzung Neuhaus

Eine Wohnbebauung für Mosenberg ist bald möglich

Zwischen Bahnlinie und Feuerwehrhaus soll nach dem Willen des Gemeinderats in Mosenberg auf rund zwei Hektar das neue Baugebiet „Hirtengasse“ entstehen. Die Anzahl der Bauplätze wird davon abhängen, in welcher Größe die Grundstücke von den Interessenten gewünscht werden. | Foto: K. Möller2019/02/Hirtengasse.jpg

NEUHAUS – Gemeindeeigene Bauplätze in Neuhaus sind knapp. Durch einen privaten Grundstücksverkauf in Mosenberg tat sich die Möglichkeit auf, in diesem Ortsteil Bauland zu schaffen. Der Marktgemeinderat Neuhaus traf sich deshalb zu einer außerplanmäßigen Sitzung.

In Neuhaus hält die Gemeinde Neuhaus selbst derzeit nur noch zwei Baugrundstücke im Angebot. Im Gemeindeteil Mosenberg ist aktuell kein einziger Platz verfügbar. Für die Weiterentwicklung aller Ortsteile, führte Bürgermeister Josef Springer aus, sei es keine gute Voraussetzung, wenn man ortsansässigen Bauinteressenten immer wieder Absagen erteilen müsste. Mit dem rund zwei Hektar großen Grundstück unterhalb der Feuerwehr habe die Gemeinde nun die Möglichkeit, nach 1973 wieder einen Bebauungsplan für Mosenberg aufzustellen.

„Hirtengassse“ soll die verkaufte Fläche in Anlehnung an einen Flurnamen heißen. Heinz Stark, geschäftsleitender Beamte der Gemeinde, erläuterte vor der Beschlussfassung die genaue Lage der 19 000 Quadratmeter und die bereits erstellten Planungsgrundlagen, die hier ein „Allgemeines Wohngebiet“ vorsehen. Mit den notwendigen Umweltprüfungen und einem Planungsentwurf sei zwischenzeitlich ein Nürnberger Planungsbüro beauftragt worden. Denn gerade die Lage des Grundstücks oberhalb der Bahnlinie und dazu im Wasserschutzgebiet erfordert große Fachkenntnis. Zudem solle die Fläche durch den Bebauungsplan optimal gegliedert werden.

Norbert Linnert (SPD) räumte ein, ob man mit dem Aufstellungsbeschluss nicht bereits Fakten vor der endgültigen Abwicklung des Grundstückskauf schaffe. Springer verwies hier auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung und erklärte, der Aufstellungsbeschluss „Hirtengasse“ könne jederzeit überarbeitet oder zurückgenommen werden. Ohne Gegenstimme brachte der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans für die „Hirtengasse“ auf den Weg.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller