Sanierung ab Frühjahr

Burg Veldenstein bis 2020 dicht

Die Burg Veldenstein wird wegen der Sanierung lange geschlossen bleiben. | Foto: S. Fuchs2017/12/7826164.jpg

NEUHAUS (bg) – „Nach dem Kunsthandwerkermarkt geht es los.“ Anfang des Jahres war Bürgermeister Josef Springer noch optimistisch in Sachen Sanierung von Burg Veldenstein. Inzwischen erklärte die Immobilienverwaltung, dass die Arbeiten im Frühjahr 2018 beginnen werden und dass die Anlage bis Ende 2020 geschlossen bleiben soll.

Damit steht fest, dass der beliebte Kunsthandwerkermarkt frühestens 2021 wieder auf dem Burggelände stattfinden kann. Auch auf den Tourismus hat diese Auskunft der Behörde, die im Auftrag des Freistaats Bayern die Immobilie verwaltet, Auswirkungen. Gerade in den Sommermonaten und an schönen Herbsttagen war die Burg ein gerne besuchtes Ausflugsziel. Sogar in jüngster Zeit, als einige Bereiche nicht mehr zugänglich waren, kamen fast täglich Ausflügler oder Spaziergänge auf das Areal und bewunderten das Neuhauser Wahrzeichen.

2019 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung von Burg Veldenstein und damit auch der Ortschaft Neuhaus zum 750. Mal. Auf der Burg kann dieses Jubiläum jedenfalls nicht gefeiert werden. Dass etwas getan werden muss, ist allen Beteiligten klar. Die Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen auf „Burg Veldenstein“ sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Am 29. Oktober hatte die Burg letztmals für Besucher geöffnet.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Baubeginn für das Frühjahr 2018 geplant“, erklärte Dieter Knauer, der Geschäftsführer von „Immobilien Freistaat Bayern“, auf Nachfrage. Im Vorfeld werden einige kleinere vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Die „Immobilien Freistaat Bayern“, die den Freistaat Bayern als Eigentümer von Burg Veldenstein vertritt, hat hinter den Kulissen viel zu tun.

Derzeit laufen die Ausführungsplanungen für die Sanierungsmaßnahmen. Auch sind die Ausschreibungen für die zu vergebenden Sanierungsarbeiten in Vorbereitung. Noch nicht abgeschlossen ist das sogenannte Interessenbekundungsverfahren, das im Zuge der Markterkundung durchgeführt wird und mögliche Pächter für die sanierte Burg ermitteln soll. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat die Baumaßnahmen mit Kosten von 6,8 Millionen Euro bereits gebilligt.

Die Organisatoren des Kunsthandwerkermarkts, der meist am ersten Sonntag im September auf dem Burggelände stattfand, sind momentan ratlos. „Bürgermeister Springer hat ein Treffen vorgeschlagen, um Alternativlösungen zu besprechen“, berichtet Brigitte Anzer. Die Frauen wollen mit dem Rathauschef reden, wissen aber spontan keinen passenden Platz für einen anderen Standort.

„Die Leute kommen nicht nur wegen der Stände, sondern auch wegen der Burg. Das besondere Ambiente lockt die Menschen an.“ Wenn die Aussteller ihre Stände an einem Ersatzstandort aufbauen, falle der Reiz der besonderen Umgebung weg. Zusätzlich müssten die Plakatvorlagen, die auf einen Markt auf der Burg ausgerichtet sind, geändert werden. „Wir müssen noch mal drüber sprechen“, sagt Anzer.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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