Neuer Spielplatz in Kirchensittenbach

Natur als Erlebnis für Kinder

Wohl denen, die an Gummistiefel gedacht haben: Der Bach verlockt zum Matschen, Planschen und Waten. | Foto: Susanne Baderschneider2017/09/Spielplatz-4895.jpg

KIRCHENSITTENBACH – In beispielhafter Zusammenarbeit haben die Kirchensittenbacher gemeinsam einen ganz besonderen Spielplatz geschaffen (wir berichteten). Zur Einweihung kamen zahlreiche große und kleine Gäste, und Bürgermeister Klaus Albrecht zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit „seiner“ Bürger, die die Realisierung des Naturerlebnisgartens in so kurzer Zeit ermöglicht hat.

Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen. Während die Erwachsenen noch den Ausführungen der Redner lauschten, hatten die Kinder den Spielplatz längst begutachtet und in Besitz genommen. Kein Wunder — auf dem kleinen Gelände hinter dem Sportplatz findet sich ein kleines Paradies: ein Bachlauf, der mit Steinen und anderen Elementen so angelegt ist, dass er herrlich zum Waten und Matschen einlädt, Kletterbäume mit Skulpturen von einheimischen Vögeln, eine Krabbelröhre, eine Grashüpferwiese, ein Heilkräuterbeet und eine Holzskulptur, die einen Feuersalamander darstellt.

„Dieser ist nicht zufällig dort“, erläutert der Kirchensittenbacher Michael Horn, der maßgeblich für die Konzeption des Spielplatzes verantwortlich ist. Tatsächlich leben an dem Quellbach, der neben der Wiese fließt und der die „Lagune“ speist, auch Feuersalamander. Das Gelände ist auf mehreren Ebenen angelegt, Klettermöglichkeiten in Form von Baumgerüsten, Erdwällen und einem kleinen Hügel sorgen dafür, dass der Spielplatz abwechslungsreich und optisch ansprechend gestaltet ist.

Im Vordergrund steht die Begegnung mit der Natur und diese ist nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Die Naturbegegnung soll aber nicht wie in einem Museum stattfinden, sondern hier kann man sozusagen mittendrin spielen, lernen und auch selbst mitgestalten. Überall haben die Kinder bereits hübsche vergängliche Kunstwerke aus Blumen und Stöckchen in Elfenform und mit Beeren und Kieseln verzierte Matschreliefs auf dem Spielplatz verteilt. Das Material muss nicht mitgebracht werden, alles ist vor Ort vorhanden.

Berührungsängste gegenüber Naturmaterialien oder den krabbelnden und fliegenden Bewohnern des Spielplatzes werden schnell abgebaut. In der Mitte steht sogar ein geräumiges Insektenhotel, das der ortsansässige Architekten Michel Seiler gefertigt hat. Für Spaziergänger oder Eltern, die ihre Kinder beaufsichtigen, stehen schattige Bänke unter den Bäumen bereit.

SUSANNE BADERSCHNEIDER

N-Land Hersbrucker Zeitung
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