HSG Lauf/Heroldsberg II verteidigt BOL-Tabellenführung

Nach Spitzenspiel weiter Spitze

Phillip Götschel (hier beim Wurf) war mit zehn Treffern der erfolgreichste Torschütze der HSG-Reserve im Schlagerspiel gegen den Post SV Nürnberg. | Foto: Hergenröder2019/02/Handball-HSG-II-Philipp_Gotschel_erzielte_10_Tore.jpg

HEROLDSBERG/LAUF —Stress­test bestanden: Die Handballer der HSG Lauf/Heroldsberg II haben durch einen Sieg im Spitzenspiel die Tabellenführung in der Bezirksoberliga Mittelfranken verteidigt. Die HSG-Reserve schlug dabei den Post SV Nürnberg mit 31:30 (17:19).

Die „Zweite“ der HSG empfang in der Heroldsberger Gründlachhalle keinen Geringeren als den Post SV Nürnberg zum aktuellen Spitzenspiel. Jedem Spieler war die Brisanz dieses Spieles bewusst, so dass HSG-Trainer Felix Ehler keine zusätzliche Motivationsarbeit mehr leisten musste. Des Weiteren waren die Zuschauer in Heroldsberg gespannt, wie die Mannschaft erstmals ohne ihren Stammtorhüter Thorsten Neukirchen zurechtkommt, der schon öfters Partien zu Gunsten der HSG mit entschieden hat.
Das Spiel begann ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Der Angriff der HSG überzeugte vor allem durch Philipp Götschel, der kaum zu stoppen war und durch einige schöne Einzelaktionen mehrmals zum Torerfolg kam – am Ende standen satte zehn Tore auf seinem Konto.
Nur die Abwehr war wieder einmal das Sorgenkind. Die Absprachen funktionierten nicht, es wurde nicht herausgetreten und dadurch kam die Post-SV-Offensive überwiegend ungestört zum Wurf. Somit ging es mit einem 17:19-Rückstand in die Halbzeitpause.
Coach Ehler machte hier seinen Spielern klar, auf was sie in der zweiten Halbzeit zu achten haben und stellte die Abwehr auf eine 5-1-Formation um. Dies stellte sich als ein wahrer Glücksgriff heraus. Die Abwehr der HSG wurde dadurch deutlich aggressiver, die Gegenspieler wurden früher angegriffen und somit schaffte es die Reserve der HSG Lauf Heroldsberg, schon in der 35. Minute den Ausgleich und in der 40. eine Zwei-Tore-Führung zu erzielen.
Anschließend entwickelte sich das Spiel zu einem wahren Nervenkrimi. Der Post SV Nürnberg kam in den folgenden Minuten nochmal zurück und erst zur 58. Minute gelang der HSG wieder eine Zwei-Tore-Führung, die sich die Mannen von Felix Ehler dann nicht mehr nehmen ließen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Niklas Müller, der durch seine Paraden einen wesentlichen Anteil an dem Sieg hatte.
Viel Zeit zum Ausruhen haben die Spieler aber nicht. Am kommenden Samstag geht es zum SC 04 Schwabach, bei dem ein ähnlich schweres Spiel erwartet wird.
HSG II: N. Müller (TW), Braun (TW), Pinzer (7), Roder (1), Wilsdorf (2), Polster (4), A. Müller, Kamleiter (1), M. Ehler (2), F. Ehler (4), Nöth, Fliegauf, Göppner, Götschel (10)
Post SV: Scherbaum, N. Längst (2), Schlosser (3), Bühner, Mittag, Waiblinger (2), Grüger (2), Nerreter (5), Murrmann, P. Längst (14), Handrick, Schießl, Werzinger (2).

N-Land N-Land Redaktion
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