„Frankenphila“ am Wochenende in Röthenbach

Mekka nicht nur für Briefmarkensammler

Motive aus dem ganzen Nürnberger Land zieren diese Sonderbriefmarken der Post, die von den Laufer Briefmarkenfreunden herausgegeben wurden. | Foto: Privat2017/11/Frankenphila-2017-Pressemitteilung-allgemein-1.jpg

RÖTHENBACH — Die Karl-Diehl-Halle in Röthenbach wird am Wochenende, 11./12. November, nicht nur zum Mekka der fränkischen Briefmarkensammler, sondern auch das aller bayerischen und bundesdeutschen Philatelisten und Philokartisten (Postkartensammler). Zum ersten Mal überhaupt findet diese Schau unter dem Namen „Frankenphila“ im Landkreis statt. Der Einritt ist frei.

Die Schau mit 60 Ausstellern und eindrucksvollen Themensammlungen ist die einzige Ausstellung ihrer Art in diesem Jahr in Bayern. Federführend wird sie von den Laufer Briefmarken- und Münzfreunden mitgestaltet.

Die veranstaltenden Vereine Philatelisten-Klub 1891 Nürnberg e.V., Arbeitsgemeinschaft Thematische Philatelie Bayern e.V. aus Altdorf und die Briefmarken- und Münzfreunde Lauf und Umgebung e.V. haben dabei nicht nur die organisatorischen Aufgaben für die Wettbewerbsausstellung „Frankenphila“ übernommen, sondern tragen auch die finanzielle Sicherstellung einer solchen Großveranstaltung.

Dabei kam die Stadt Röthenbach den Initiatoren in Organisation und Engagement entgegen, Bürgermeister Klaus Hacker hat die Schirmherrschaft übernommen.

Als große Besonderheit und auf Grund einer Initiative der Laufer Briefmarken- und Münzfreunde gibt es einen individuellen Briefmarkenbogen der Deutschen Post mit ausgewählten regionalen Motiven zu kaufen. Auf diesen Briefmarken finden sich Abbildungen zum Beispiel des Hohensteins oder der Conradtysiedlung, des Laufer Industriemuseums oder der Festung auf dem Rothenberg. Allein dieser Bogen, von dem es nicht mehr so viele Exemplare gibt, sollte auf großes Interesse nicht nur unter den Sammlern, sondern auch bei regionalen Geschichts- und Heimatfreunden stoßen.

Außerdem werden bei der Ausstellung zwei Sonderstempel angeboten, die zum einen Bezug auf die historische Arbeitersiedlung in Röthenbach und zum anderen im Lutherjahr auf die Weggefährten Spengler und Spalatin von Luther in Franken nehmen.

Luthers Weggefährten Spengler und Spalatin ist dieser Sonderstempel gewidmet. | Foto: Privat2017/11/Frankenphila-2017-Pressemitteilung-allgemein-2.jpg

Unter der Regie des Veranstaltungsleiters Andreas Ellner von den Laufer Briefmarken- und Münzfreunden und des Ausstellungsleiters Klaus-Peter Binanzer konnte die Organisationsgruppe fast 60 Exponate in den verschiedenen Wettbewerbsklassen auf die Beine stellen. Denn einfach nur Briefmarken zu sammeln und diese dann auszustellen reicht den Philatelisten längst nicht mehr. Da werden um Briefmarkenmotive ganze Geschichten recherchiert und zusammengestellt. Mit Texten und Postkarten, mit Bildern und Darstellungen. Und natürlich mit Briefmarken. Die Themen in der Karl-Diehl-Halle drehen sich beispielsweise um Postgeschichte, verschiedene Ländersammlungen, thematische Sammlungen, Luftpost, Ganzsachen, Open Philately, Ansichtskarten und die Jugendklasse. Darunter finden sich natürlich auch einige Exponate mit regionalem Bezug.

Sonderschauen zu den Themen Albrecht Dürer, Vorphilatelie Eichstätt, Martin Luther, Historische Ansichtskarten aus der Region runden das Spektrum der Sammelgebiete ab.

Auch der Veranstaltungsleiter und Vorsitzende, der Laufer Briefmarkenfreund Andreas Ellner, beteiligt sich in der Schau mit einer Themenausstellung. Bei ihm geht es um Steinbrücken. Und hier wieder werden die Unterthemen wie Architektur oder Geschichte, Zerstörung oder Wiederaufbau und vieles mehr behandelt. Alleine diese Themenschauen machen die Ausstellung auch weit über Briefmarkensammler hinaus interessant, ist Ellner überzeugt. Eine unabhänge Jury bewertet die Themenschauen und vergibt Preise für die besten.

Die Ausstellung selbst steht zwar im Mittelpunkt, ein Sonderpostamt und Händlerstände bieten aber umfangreiches Sammelmaterial an, wie auch Schmuckumschläge und Sonderganzsachen, herausgegeben vom Veranstalter, die diese Großveranstaltung dokumentieren.

Zu erreichen ist der Veranstaltungsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So kann man mit der S-Bahn S1 von Nürnberg auf der Strecke Richtung Hersbruck/Hartmannshof bis zur Station Röthenbach-Steinberg fahren und die Karl-Diehl-Halle zu Fuß erreichen.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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