Unterstützung des Innenministers

Marode Entenberger Kirche soll 2018 saniert werden

Entenbergs Pfarrer Tristan Schuh (v. l.), der Vorsitzende der CSU Leinburg, Thomas Kraußer, und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der Entenberger Kirche. | Foto: Privat2017/11/joachim-herrmann-bei-csu-leinburg.jpg

ENTENBERG — Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat sein Versprechen vom Sommer eingelöst und die stark renovierungsbedürftige Peter- und Paulkirche in Entenberg besichtigt. Das Gotteshaus soll im kommenden Jahr saniert werden.

Im Sommer war Herrmann der Gastredner beim Biergartengespräch der CSU Leinburg. Hier hatte er versprochen, dass er noch einmal nach Entenberg kommen wolle, um sich von den gravierenden Schäden der Pfarrkirche ein Bild zu machen. Dieses Versprechen löste er nun ein.

Begrüßt wurde der Minister von Pfarrer Tristan Schuh, den Mitgliedern des Kirchenvorstands und des CSU-Ortsverbands. Pfarrer Schuh berichtete aus der Historie der Kirche sowie von der schönen Farbgestaltung, die man nach Recherchen aus früheren Zeiten wieder aufgenommen habe.

Morsches Gebälk

Zwar wurden in der Vergangenheit schon viele Renovierungsarbeiten durchgeführt, wenn auch manche mit kreativen Lösungsversuchen. Nun gibt es aber massive Schäden, wie das teils morsche Dachgebälk in Kirchenschiff und Turm oder die Feuchtigkeit im Chorraum durch eindringende Nässe. Diese machen ebenso umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich, wie die gesamte Elektrik, Heizung und die Neufassung der Raumschale.

Der Geistliche erklärte, dass eine kleine Kirchengemeinde wie die Entenberger solche Sanierungskosten allein nicht stemmen könne. Die Kirchengemeinde sei daher auf Zuschüsse der Landeskirche und von staatlichen Stellen angewiesen. Dafür gebe es genaue Richtlinien und Schlüsselzuweisungen. Er hoffe aber auf zusätzliche Unterstützung auch durch die Kommune und Spender. Der genaue Kostenplan für die Maßnahme liege aber noch nicht vor. Derzeit laufe noch die Schätzung, die Baumaßnahme sei aber für 2018 fest eingeplant.

Minister Joachim Herrmann betonte, dass es für ihn selbstverständlich sei, sein Versprechen einzuhalten. Der Freistaat hebe eine Verpflichtung, auf der Grundlage vertraglicher Festlegungen den staatlichen Anteil am baulichen Unterhalt zu gewährleisten. Zudem stehe er fest hinter den christlichen Traditionen, weshalb es ihm ein besonderes Anliegen sei, die kulturellen und religiösen Wurzeln unserer Heimat zu erhalten. Bei der Kostenfrage für die Baumaßnahme, die für 2018 fest eingeplant sei, versprach Herrmann Entenberg seine Unterstützung.

Gabriele Gunzelmann vom Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg erklärte die weiteren Schritte. Der Kostenanschlag werde im Dezember fertig sein und dann der Regierung von Mittelfranken zur Prüfung und Genehmigung vorgelegte. Dann werde er der Kirchengemeinde weitergeleitet, mit der Bitte um Kostenübernahme und kirchenaufsichtliche Genehmigung.

Möglicher Baubeginn im Mai 2018

Gunzelmann hält einen Baubeginn im Mai 2018 für realistisch, wenn mit den Ausschreibungen rechtzeitig begonnen werden könne, beziehungsweise alle Genehmigungen vorliegen.

Die Sanierung der Elektroinstallation einschließlich der Elektrobankheizung sowie die Innensanierung sind nach Abschluss der statischen Maßnahmen in einem zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Das muss noch mit der Kirchengemeinde und der Landeskirche abgestimmt werden, damit die Umsetzung in einem sinnvollen zeitlichen Rahmen erfolgt.

Thomas Kraußer, Vorsitzender der CSU Leinburg, bedankte sich abschließend bei Minister Joachim Herrmann mit einem kleinen Dankeschön, bei Pfarrer Tristan Schuh für die Ausführungen und beim Kirchenvorstand für den schönen Rahmen mit Häppchen und Getränken. Auch bei den vielen interessierten Entenberger Bürgern, die gekommen waren, den Gemeinderäten und bei zweitem Bürgermeister Manfred Räbel bedankte er sich für ihr Kommen.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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