Fragebogen an die Bundestagsdirektkandidaten

Marlene Mortler (CSU)

Marlene Mortler, CSU. | Foto: privat2017/09/MMortler.jpg

NÜRNBERGER LAND – Am 24. September ist Bundestagswahl. N-Land hat alle Direktkandidaten dasselbe gefragt. Ihre Antworten stellen wir in einer kleinen Serie vor. Heute: Marlene Mortler, CSU.

Geboren: 16. Oktober 1955

Wohnort: Dehnberg

Beruf: Bundestagsabgeordnete, Meisterin der Ländlichen Hauswirtschaft

Bisherige politische Stationen: seit 2014 Bundesdrogenbeauftragte; seit 2014 stv. Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag; seit 2014 agrar-, bau- und umweltpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe; seit 2014 Mitglied im Landesvorstand der Frauen-Union; seit 2012 BBV-Ehrenbezirksbäuerin; seit 2011 im CSU-Parteivorstand; seit 2011 Landesvorsitzende der CSU-AG Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; seit 2009 stellv. Vorsitzende des CSU-Bezirksverbands; seit 2002 Bundestagsabgeordnete; seit 1990 Kreisrätin.

Wie soll die BRD Zuwanderung steuern, Integration ermöglichen?
Wir müssen die Fluchtursachen noch intensiver bekämpfen und das Asylrecht konsequent umsetzen. Das A und O für die Integration sind gute Deutschkenntnisse, eine gute Ausbildung und der Wille zur Integration. Von den Menschen, die zu uns kommen, erwarte ich, dass sie unsere Kultur und den Rechtsstaat respektieren. Integration ist keine Einbahnstraße.

Herrscht in Deutschland soziale Gerechtigkeit? Was stellt die Balance her?
Noch nie haben wir so viel Geld für soziale Leistungen ausgegeben wie jetzt, trotz sinkender Arbeitslosenzahlen. Soziale Gerechtigkeit heißt für mich: Familien zuerst. Sie sind die Keimzelle unserer Gesellschaft. Wir wollen Familien kräftig fördern und steuerlich spürbar entlasten.

Ab 2030 nur noch E-Autos in Deutschland? Wie geht das?
Allein auf E-Autos als Zukunftstechnologie zu setzen, ist falsch. Alle bestehenden und neuen Antriebstechniken müssen nach den Aspekten Effizienz und Nachhaltigkeit weiterentwickelt werden. Dafür sind verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung nötig.

Wichtigste Ziele für das Nürnberger Land:
Unsere Region steht hervorragend da. Daran will ich anknüpfen. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Landwirtschaft, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Beispielsweise werden wir den Breitbandausbau weiter vorantreiben. In meinem Wahlkreis bin ich auch für Einzelanliegen der Bürger da. In der Vergangenheit konnten wir gemeinsam viele Herausforderungen meistern, sei es im Bereich Energie oder Lärmschutz, im Wohnungsbau, bei Verkehrsprojekten oder auch bei Anliegen unserer ehrenamtlich Tätigen und Vereine.
Mir ist vor allem wichtig, dass eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sichergestellt bleibt. Wir diskutieren schon länger mit den zuständigen Stellen über die Auswirkungen der Schließung des Krankenhauses Hersbruck und mögliche Zukunftskonzepte. Hier bleibe ich am Ball. Auch intakte, ausgebaute Straßen sowie Schienenwege – Stichwort Elektrifizierung – und ein gutes ÖPNV-Netz sind gerade für unsere ländlichen Gebiete unabdingbar.

Mein Lebensmotto in einem Satz:
Gemeinsam können wir viel bewegen! 


N-Land Michael Scholz
Michael Scholz