Bürgermeisterwahl: Leinburger SPD nominiert Manfred Räbel

„Wenn wir was bewegen wollen, geht das nur im Team“

SPD-Bürgermeisterkandidat Manfred Räbel (l.) zusammen mit dem Ortsvorsitzenden Matthias Hummel bei der Nominierungsversammlung. | Foto: Spandler2017/01/raebel-und-hummel4-online.jpg

LEINBURG – Mit dem jetzigen zweiten Bürgermeister Manfred Räbel wird die Leinburger SPD in die Bürgermeisterwahl am 3. September gehen. Einmütig wählten die Genossen den 56-Jährigen per Akklamation auf der Nominierungsversammlung am Montag. In seiner Antrittsrede betonte Räbel, dass er auf die Unterstützung der Genossen setze, mit denen er im Team das genaue Wahlprogramm noch erarbeiten werde.

Der Werkzeugmacher-Meister, der bei Bolta die Funktion des Teamleiters Messtechnik ausübt, stellte sich und die Beweggründe für seine Kandidatur in der gut besuchten Parteiversammlung beim „Goldenen Ochsen“ vor. Bereits vor sechs Jahren habe er daran gedacht, seinen Hut in den Ring zu werfen, habe es aber nicht gewagt, weil er sich damals nach erst drei Jahren Gemeinderatsmitgliedschaft noch nicht erfahren genug gefühlt habe. Amtsinhaber Joachim Lang (FW) hatte damals keinen Gegenkandidaten.

Nun, neun Jahre nach Räbels Einstieg in die Kommunalpolitik und nach seiner dreijährigen Tätigkeit als stellvertretender Rathauschef stelle sich die Situation anders dar. Er habe nun „richtig Lust“ auf den Posten bekommen, sehe seine Kandidatur als „schöne Herausforderung“.

Räbels Agenda

Auf seiner Agenda stünden der Ausbau der Kindertagesstätten und die Hortsituation ganz vorne, ebenso die Pflichtaufgaben wie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – zum Beispiel die Kanalsanierung und der Bau weiterer Regenrückhaltebecken.

Unzeitgemäß nannte er das Formularwesen im Rathaus. Noch immer könne man Formulare nicht online ausfüllen und verschicken, das müsse sich ändern.

Als weitere Baustellen führte er die sieben Ortsteilfeuerwehren an, die auf lange Sicht eher zusammengeführt werden müssten, den Radwegebau, der weiter vorangetrieben werden sollte und den Kulturausschuss, der unbedingt mit einem Budget wiederbelebt werden muss. Ein großes Anliegen sei ihm auch der Bau eines Seniorenheims innerhalb der Kommune.

Fairen Wahlkampf anstreben

Er strebe einen Wahlkampf an, bei dem fair mit dem politischen Gegner umgegangen wird. An die Bevölkerung wolle man sich mit Wirtshausgesprächen wenden sowie durch die Feuerkorbgespräche, Infostände und Flyer.

Auch die Idee des ersten Ortsvorsitzenden Matthias Hummel, im Rahmen einer sonntäglichen Fahrradtour durch alle Ortsteile auf die Bürger zuzugehen, fand bei Räbel Anklang. Zudem dürfe man die neuen Medien nicht vergessen.

„Hierzu brauche ich aber eure Unterstützung“, appellierte er an die Genossinnen und Genossen, denn „allein werde ich scheitern. Wenn wir was bewegen wollen, können wir das nur gemeinsam“, zeigte er sich überzeugt und versicherte, dass er sich auf die Arbeit der nächsten sieben Monate freue.

SPD-Vorsitzender Matthias Hummel war überzeugt, dass man einen engagierten Bewerber gefunden habe, wollte aber auch anderen Interessierten eine Chance auf eine Kandidatur geben. Es blieb jedoch bei dem einzigen Nominierten, dem die Anwesenden allerdings in der folgenden Aussprache gleich ein paar Tipps für weitere wichtige Themenbereiche mit auf den Weg gaben, die ins Wahlprogramm aufgenommen werden sollten.

Themen und Ziele für den Wahlkampf

Für das Thema Energiewende vor Ort plädierte Olaf Lüttich, das Thema Umwelt wollte Klaus Restetzki mit berücksichtigt haben. Außerdem war ihm die Transparenz bei der Informationsvermittlung ein Anliegen. Ferner wurde vorgeschlagen, dass Räbel seine wirtschaftliche Kompetenz mehr in den Mittelpunkt seines Programms stellen möge.

Diskutiert wurde schließlich, ob auch Räbel seine Amtszeit auf drei Jahre beschränken wolle, wie das der amtierende Bürgermeister für den Fall seiner Wiederwahl angekündigt hatte, um zum normalen Turnus der Bürgermeisterwahlen in Bayern zurückzukehren. Hier gab es jedoch keine Festlegung, man wies allgemein darauf hin, dass der Bürgermeister zunächst auf sechs Jahre gewählt sei, jede Verkürzung der Periode müsse vom Gemeinderat genehmigt werden.

Räbel dankte für die Anregungen und versicherte, dass die weiteren Ziele für den Wahlkampf in den nächsten Wochen im Team präzisiert würden.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler