TV Leinburg und FSV Weißenbrunn

Wechselstimmung am Moritzberg

Julian Heyn (links) verlässt den TV Leinburg und kehrt nach Ochenbruck zurück. Spielertrainer Alexander Pfarherr hat für den Sommer seinen Abschied aus Weißenbrunn angekündigt. | Foto: Keilholz2019/01/heyn_pfarherr-1.jpg

LEINBURG – Unterhalb des Moritzbergs dreht sich das Transferkarussell derzeit auf Hochtouren: Der TV Leinburg hat in der bis zum Monatsende laufenden Wechselperiode gleich dreifach zugeschlagen, während ein Spieler den Verein verlassen hat. Die Nachbarn aus Weißenbrunn müssen sich derweil für den Sommer einen neuen Trainer suchen.

Die Leinburger haben in jedem Mannschaftsteil nachgebessert: Für den Sturm wurde Timo Lösel (20) von der SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf verpflichtet, fürs Mittelfeld kommt Patrick Dummert (19) vom FC Hersbruck und in der Abwehr soll ab sofort Nico Schmidt (19, SK Lauf) Druck auf die arrivierten Kollegen ausüben.

Von dem talentierten Trio, das bei seinen Vorgängervereinen immerhin schon ein wenig Bezirksligaluft schnuppern durfte, versprechen sich die TV-Verantwortlichen einen ordentlichen Schub für die verbleibenden zwölf Partien oder wie es Abteilungsleiter Dominik Raab formuliert: „Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde mit den Jungs ein paar mehr Spiele gewinnen.“ Vom selbstgesteckten Saisonziel ist der TVL schließlich noch ein paar Punkte entfernt.

Schwarze Serie

Aktuell belegt die Truppe von Spielertrainer Denis Opcin in der Tabelle der Kreisklasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund nur Platz 11 (23 Punkte). Zu wenig für die Ansprüche von Raab und Co.: „Wir haben gute Spieler. Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber da gehören wir nicht hin.“ Der Aufstiegszug ist für die Leinburger aufgrund ihrer schwarzen Serie von neun Spielen ohne Sieg zwischen Ende August und Anfang Oktober des letzten Jahres zwar bereits abgefahren, aber ein ordentlicher einstelliger Tabellenplatz sollte laut Raab am Ende der Saison schon noch möglich sein.

Dieses Ziel müssen die Leinburger ab dem Re-Start am 17. März gegen den TSV Lauf dann aber ohne Julian Heyn angehen. Denn der 30-jährige Mittelfeldspieler kehrt zurück zu seinen fußballerischen Wurzeln und hat sich in der Winterpause seinem Heimatverein TSV Ochenbruck angeschlossen, wo er viele Jahre Stammspieler war und zwischenzeitlich sogar als Kapitän die Mannschaft aufs Feld führen durfte.

Wechsel nach Nürnberg

Wenige Kilometer entfernt in Weißenbrunn stehen derweil auch Veränderungen an. Dort hat Spielertrainer Alexander Pfarherr zum Saisonende seinen Abschied aus der Moritzberg-Gemeinde angekündigt. Der 36-Jährige wird dann nach drei Spielzeiten sein Engagement beim FSV beenden und in gleicher Funktion beim Nürnberger Kreisklassisten ATV 1873 Frankonia anheuern. Für die Weißenbrunner Verantwortlichen um Spielleiter Karlheinz Kunz bleibt also genügend Zeit, um einen geeigneten Kandidaten für das Traineramt zu finden. Und wer weiß, vielleicht hinterlässt Pfarherr seinem Nachfolger ja sogar einen Kreisligisten. Bei nur fünf Punkten Abstand zum Relegationsplatz zwei scheint ein Aufstieg zumindest nicht völlig ausgeschlossen.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann