Raiba-Weihnachten

Kreisliga 2/Kreisklasse 4

Spektakel unterhalb des Moritzbergs

Auf dem Bild der dreifache Leinburger Torschütze Benjamin Link, der seinen Farben mit seinem Ausgleichstor zum 4:4 in der Schlussphase einen Punkte rettete, im Zweikampf mit seinem Weißenbrunner Gegenspieler Maximilian Reznizek. | Foto: Keilholz2017/09/tvleinburgfsvweissenbrunn-1.jpg

LEINBURG – Acht Tore, aber kein Sieger – die 200 Zuschauer beim Moritzberg-Derby zwischen dem TV Leinburg und dem FSV Weißenbrunn wurden am Sonntag nicht enttäuscht. In einem teilweise spektakulären Spiel konnten die Gastgeber nach einer 3:0-Führung am Ende nur einen Punkt retten, bleiben aber in der Tabelle deshalb weiter einen Platz vor den Gästen. In der Kreisliga konnten die Diepersdorfer nun endlich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, rangieren aber bereits fünf Zähler hinter dem Führungsduo TSV Neunkirchen und DJK Weingarts.

Kreisliga 2 Erlangen/Pegnitzgrund: ASV Pegnitz II – SpVgg Diepersdorf 0:4 (0:1) – Nach inklusive Pokal zwei Pleiten in Folge waren die Scherau-Kicker bei der Pegnitzer Reserve schon ein wenig unter Zugzwang und begannen deshalb ziemlich druckvoll. Diepersdorf erspielte sich beste Chancen, trotzdem dauerte es bis zur 38. Minute ehe Spielertrainer Daniel Wolf im 16er seinen Gegenspieler aussteigen ließ, flach einschob und damit endlich das lang-ersehnte 1:0 für die Gäste erzielte.

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es dann erneut im Kasten der überforderten Gastgeber: Rene Gentes ließ einen Pass von der Grundlinie durch zu Dominik Distler und der hatte keine Mühe auf 0:2 zu stellen. Mit der klaren Führung im Rücken gönnte sich die SpVgg in Folge eine kleine Verschnaufpause, um dann allerdings bei der Schlussoffensive nochmal ordentlich auf die Tube zu drücken. In der 82. bediente der früh für den verletzten Philipp Knogel gekommene Olli Eichenmüller Sturmkollege Martin Wießler und der ehemalige Feuchter knallte die Kugel vom Elfmeterpunkt aus zum 3:0 ins Netz. Auch beim 4:0 vier Zeigerumdrehungen später war Eichenmüller erneut beteiligt, seine Flanke an den zweiten Pfosten landete auf dem Kopf von Dominik Distler und von dort dann im ASV-Tor. Danach war Schluss in Pegnitz, mit diesem Sieg im Rücken können die Diepersdorfer gestärkt in ihre bevorstehende Englische Woche starten.

 

Kreisklasse 4: TV Leinburg – FSV Weißenbrunn 4:4 (3:1) – Die Gäste starteten stark in das Nachbarschaftsduell, bekamen dann aber in der 13. Minute bereits den ersten Dämpfer verpasst. Nach einem Freistoß nutzte Leinburgs Benjamin Link einen Abpraller zu seinem ersten Tor an diesem Tag, dem im weiteren Verlauf noch mehrere Treffer folgen sollten. So in der 20. Minute als Julian Heyn seinen Kollegen schön in Szene setzte und Link auf 2:0 erhöhen durfte. Damit aber noch nicht genug der Rückschläge für die Weißenbrunner. Nur zwei Zeigerumdrehungen später mussten sie erneut die Kugel aus dem Netz fischen und diesmal war es besonders kurios. Nach einem Rückpass war TV-Stürmer Andreas Hartmann den FSV-Keeper angelaufen. Der Schlussmann der Weißenbrunner wollte den Ball zurück ins Spiel bringen, schoss dabei dummerweise Hartmann in den Bauch, von wo die Kugel dann aus 18 Metern zurück ins Tor trudelte. Dieses Gegentor weckte die Weißenbrunner aber endlich auf, so dass die 200 Zuschauer im Leinburger Sportpark nun doch noch ein spannendes Derby geboten bekamen. Denn plötzlich waren die Gäste am Drücker und Markus Beutin leitete mit einem sehenswerten Schuss aus 25 Metern die Wende in diesem Spiel ein.

Nach der Pause knüpften die Weißenbrunner genau dort an, wo Beutin vorher aufgehört hatte: beim Toreschießen. In der 49. Minute stieg Spielertainer Alex Pfarherr nach einer Ecke am höchsten und schädelte ein – nur noch 3:2. Nicht mal 180 Sekunden später durfte Yannik Martin gleich zwei Leinburger austanzen, zog danach nach innen und knallte das Leder aus 18 Metern an den Innenpfosten, von wo er ins Tor sprang. Der Ausgleich war den Weißenbrunner jetzt natürlich zu wenig. Nachdem endlich echte Derbystimmung aufgekommen war und die Zweikämpfe von beiden Seiten immer rustikaler geführt wurden, wollten beide nun unbedingt gewinnen. Zunächst setzten aber nur die Weißenbrunner dieses Vorhaben konsequent um: Nach einem Freistoß stand Beutin mal wieder goldrichtig und jagte die Kugel ins kurze Eck. Dass es für die Hausherren am Ende dieses nervenaufreibenden Spiels doch noch zu einem Punkt reichte, hatten sie ihrem Goalgetter Link zu verdanken. In der 81. Minute erreichte ihn eine Flanke am Elfmeterpunkt, er traf den Ball zwar nicht richtig, aber trotzdem trudelte das Leder zum viel umjubelten 4:4-Endstand über die Linie.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann