Vorschau Kreisliga 2/Kreisklasse 4

Leinburg will mit Opcin durchstarten

Oliver Eichenmüller, der sich beim letzten Spiel vor der Winterpause in Sittenbachtal kurz vor Schluss eine überflüssige Rote Karte eingehandelt hat, wird der SpVgg Diepersdorf noch drei Spiele fehlen. | Foto: M. Keilholz2018/03/DSC07143-1.jpg

LEINBURG – Nach mehr als viermonatiger Winterpause versucht der Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund mit einer ersten geballten Nachholrunde aus der Winterpause zu starten. Die SpVgg Diepersdorf, die in der Kreisliga mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter SV Ermreuth aussichtsreich auf Platz zwei liegt, ist bei ihrer „Mission Wiederaufstieg“ zu Gast beim SV Moggast (10.).

In der Kreisklasse sieht man beim TV Leinburg gespannt dem Punktspieldebüt des neuen Trainerduos Denis Opcin und Christian Ulhaas entgegen, die im November im Sportpark die sportliche Leitung übernommen haben. Der erste Prüfstein für den im Verlauf der Hinrunde in den Tabellenkeller abgesackten Ex-Kreisligisten heißt SV Neuhaus, der sich in der oberen Tabellenhälfte behauptet.

Der FSV Weißenbrunn, der mit ausgeglichener Bilanz auf Rang sechs steht, hofft bei der SG Am Lichtenstein (Pommelsbrunn), seine magere Auswärtsbilanz (5 Punkte) aufzubessern zu können.

Torjäger gesperrt

Für die SpVgg Diepersdorf, mit 20 Punkten aus acht Spielen das auswärtsstärkste Team der Kreisliga 2 sollte Moggast nicht zum Stolperstein werden.

Spielertrainer Daniel Wolf und seine Elf, die erst in dieser Woche erstmals richtig auf dem Platz trainieren konnten, brennen darauf, dass es endlich losgeht. Die Fußballer aus der Scherau gehen die Partie in der Fränkischen Schweiz mit dem Selbstvertrauen eines Spitzenteams an. Daniel Wolf: „Ein guter Start in die Rückrunde ist wichtig, deshalb zählt in Moggast nur ein Sieg“.

Ein Kriterium zeichnet beide Teams aus. Wie die SpVgg hat Moggast (18 Punkte), das mit einem Polster von acht Zählern zur Abstiegszone auf Rang zehn überwintert hat, auswärts mehr Punkt geholt als auf der heimischen Bölwiese.

Bei der SpVgg fehlen Oliver Eichenmüller und Aret Pala. Torjäger Eichenmüller (17 Tore) ist wegen seiner Roten Karte im letzten Spiel vor der Winterpause in Sittenbachtal, die er sich zwei Minuten vor Schluss eingehandelt hat, für drei Spiele gesperrt. Und für Aret Pala hat die Partie in Sittenbachtal mit einem Schulterbruch geendet. Letztlich ist für die SpVgg der 4:1-Sieg am 19. November teuer erkauft worden.

Moggast und die SpVgg haben bisher erst zweimal die Klingen gekreuzt. In der Diepersdorfer Meistersaison 2014/15 gab es im Hinspiel in der Scherau ein torloses Remis. Im Rückspiel machte die SpVgg dann mit einem 4:1-Sieg – Tore Mustafa Jasarevic, Domenik Geiger, Alexander Stengel und Oliver Eichenmüller – den vorletzten Schritt zur Meisterschaft und Bezirksligaaufstieg.

Weißenbrunns Lieblingsgegner

Der FSV Weißenbrunn startet mit dem Gastspiel bei der SG Am Lichtenstein aus der Winterpause. Nach einer wenig zufriedenstellenden Vorbereitung – alle fünf Vorbereitungsspiele gegen Bezirks- und Kreisligisten gingen verloren – gilt es für den FSV jetzt, auf den Punkt körperlich und geistig präsent zu sein.

Spielleiter Karlheinz Kunz hofft gegen einen Gegner, der für die Weißenbrunner in der Vergangenheit ein dankbarer Gegner gewesen ist, auf einen erfolgreichen Start. Aus allen bisherigen fünf Duellen um Punkte ist der FSV als Sieger hervorgegangen. Im Hinspiel war es Kapitän Markus Beutin, der seinen Farben mit seinem „Goldenen Tor“ drei Punkte bescherte.

Beim FSV geben die beiden Neuzugänge Florian Lindner (SK Lauf A-Jugend) und Jan Schuhmann (ASV Fürth) ihren Punktspieleinstand.

Selbstvertrauen und Zuversicht

Beim TV Leinburg, der nur zwei Punkte über der Abstiegszone steht, sieht man dem Fußballjahr 2018 mit gespannter Erwartung und großen Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend entgegen.

Nach der Talfahrt der Vorrunde heißen die Hoffnungsträger Denis Opcin und Christian Ulhaas, die die sportliche Leitung im Sportpark übernommen haben. Beide geben zusammen mit Nico Heinz, der aus Schwaig zurückgekehrt ist, gegen den SV Neuhaus ihr Punktspieldebüt.

Dabei sollen die beiden spielenden Trainer für eine Stabilisierung der Defensive (45 Gegentore) sorgen, während „Heimkehrer“ Nico Heinz an der Seite von Kapitän Andreas Hartmann der Offensive zu mehr Durchschlagskraft verhelfen soll.

Fußballabteilungsleiter Dominik Raab jedenfalls blickt nach den Turbulenzen der Hinrunde wieder optimistisch in die Zukunft. Raab: „Die Handschrift des neuen Trainers ist schon deutlich zu erkennen“.

Opcin und Co-Trainer Ulhaas haben es geschafft, der verunsicherten Mannschaft wieder Selbstvertrauen und Zuversicht zu vermitteln. Das mache Hoffnung, so Raab, „dass wir uns schon bald aus dem Dunstkreis der Abstiegszone verabschieden“.

Der Spielleiter ist sich sicher, dass die Leinburger Mannschaft der Rückrunde ein anderes Gesicht zeigt als über weite Strecken der Hinrunde und dem einen oder anderen Gegner ein Schnippchen schlagen wird.

Damit wollen Trainer Opcin und seine Elf am besten gleich gegen Neuhaus beginnen, wo die Leinburger in der Vorrunde mit 1:2 ihre erste Saisonniederlage quittiert haben.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz