Kreisliga 2/Kreisklasse 4

Unverhoffte Rettung für Leinburg

Tobias Prosch und der TV Leinburg konnten auch im letzten Saisonspiel nicht über ihren Schatten springen und verloren gegen die SG Am Lichtenstein glatt mit 4:0, dürfen aber, obwohl sportlich abgestiegen, durch den freiwilligen Rückzug des SV Osternohe auch in der nächsten Saison in der Kreisklasse ran. | Foto: Keilholz2018/06/tvleinburgssgamlichtenstein.jpg

LEINBURG – Jubel rund um den Moritzberg: Die Diepersdorfer dürfen am letzten Spieltag nun auch offiziell die Meisterschaft feiern, Leinburg jubelt über die unerhoffte Rettung, und in Weißenbrunn freut man sich über das torreichste Spiel der Saison.

Kreisliga 2 Erlangen/Pegnitzgrund: TSV Neunkirchen – SpVgg Diepersdorf 3:3 (2:3) – Beim Spitzenspiel zwischen dem TSV Neunkirchen und der SpVgg Diepersdorf trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit 3:3. Im ausgeglichenen Spiel wechselte die Führung dreimal, das Spiel blieb ohne Sieger, und trotzdem jubelten beide Teams nach dem Abpfiff. Diepersdorf stand bereits vor dem Spieltag als Meister fest, Neunkirchen sicherte sich durch das Unentschieden den Relegationsplatz.

Nach acht Minuten brachte Oliver Eichenmüller Diepersdorf in Führung. Bereits fünf Minuten später glich Manuel Menges nach einem Torwartfehler aus. Ein weiterer Tortwartfehler ermöglichte den Gastgebern kurz darauf gar die 2:1-Führung. Allerdings griff Neunkirchens Keeper daneben, Christian Kohlenbach nutzte dies und erzielte in der 24. Minute den Ausgleich. Noch vor der Halbzeit erzielte Phillip Knogl, der von Kohlenbach per Querpass in Szene gesetzt wurde und nur noch einschieben musste, die Führung. In der 61. Minute erzielte Kevin Hofmann den erneuten Ausgleichstreffer – diesmal ohne Mithilfe des Diepersdorfer Keepers. Es blieb beim 3:3. Auch die Rote Karte von Mario Feulner konnte dies nicht ändern. In der 89. Minute musste er nach einer Notbremse 25 Meter vor dem Tor runter.

Kreisklasse 4: FSV Weißenbrunn – SV Osternohe 8:4 (4:1) – Der FSV Weißenbrunn schloss die Saison mit einem Schützenfest gegen den SV Osternohe ab. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr. Der FSV Weißenbrunn steht im sicheren Mittelfeld, Osternohe tritt freiwillig den Gang in die A-Klasse an. Ähnlich belanglos wie die Vorgeschichte, spielten auch die Hintermannschaften beider Teams. Bereits nach drei Minuten erzielte Yannick Martin den Führungstreffer. Nach einem tollen Lauf schloss er im Eins gegen Eins eiskalt ab. Zehn Minuten später traf Martin bereits erneut. Das 2:0 erzielte er nach einem schönen Konter der Gastgeber. Das Festival ging weiter: In der 15. Minute traf Philip Scholtz nach einer Flanke zum 3:0. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer egalisierte Scholtz nach Vorlage von Martin per Außenrist. 4:1 stand es also bereits zur Halbzeit, doch es wurde noch bitterer für die Gäste.

Nach der Pause erhöhten Alexander Weiß, Ricardo Scharrer und Mirco Wahrta auf 7:1. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch erst 60 Minuten gespielt. In der Folge rappelte sich der SV Osternohe auf. Matthias Ennen (doppelt) und Chris Berthold trafen für die Gäste zum 8:4, nachdem Alexander Pfarherr in der 75. Minute den letzten Treffer der Weißenbrunner erzielte.

TV Leinburg – SG Am Lichtenstein 0:4 (0:1) – Obwohl der TV Leinburg am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz steht, hält er die Klasse. Grund dafür ist der freiwilige Abstieg des SV Osternohe. „Wir haben es nicht wirklich verdient, nehmen das aber gerne an“, sagt Abteilungsleiter Dominik Raab. Dieses Gefühl kann auch die herbe Niederlage am letzten Spieltag nicht trüben. Leinburg hatte über das Spiel hinweg viele, gute Chance, die der TV allerdings liegen ließ und dafür die Quittung bekam. Kurz vor der Halbzeit traf Am Lichtenstein nach einer Flanke von rechts per Kopf.

Nach dem Pausentee nutzten die Gäste die Fehler des TV konsequent aus. Bereits in der 55. Minute stellte Am Lichtenstein nach einem unnötigen Fehlpass im Mittelfeld der Leinburger auf 0:2. Rund zwanzig Minuten später erhöhten die Gäste durch eine ähnliche Situation auf 0:3. In der Folge öffnete Leinburg, spielte hinten Mann gegen Mann – und kassierte in der Nachspielzeit den letzten Treffer der Partie. Die SG nutzte ihre Schnelligkeit in der Offensive und überrannte die Leinburger. „Die Jungs waren heute mit den Gedanken woanders“, gibt Raab zu.

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