Bürgermeisterwahl in Leinburg

Joachim Lang tritt wieder an

Joachim Lang strebt eine dritte Amtszeit als Leinburger Bürgermeister an. | Foto: Oriold2017/01/Joachim-Lang.jpg

LEINBURG (bu) — In Leinburg steht in diesem Jahr eine Wahl ins Haus: Am 3. September wird der Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Joachim Lang von den Freien Wählern tritt wieder an. Und auch SPD und CSU haben angekündigt, eigene Kandidaten ins Rennen zu schicken – anders als noch vor sechs Jahren, als Lang keine Konkurrenz hatte.

Weil der frühere Bürgermeister Konrad Oberst 1987 überraschend starb, wählen die Leinburger seither ihr Gemeindeoberhaupt „außer der Reihe“, also nicht zusammen mit dem Gemeinderat. Für den aktuellen Bürgermeister Joachim Lang, der heuer seinen 60. Geburtstag feiert, wäre es die dritte Amtszeit. Offiziell nominieren wird ihn seine Partei am 19. Februar, aber gegenüber der PZ bestätigt er schon jetzt: „Ja, ich möchte wieder antreten und noch einmal richtig Gas geben.“ Es stünden noch einige Projekte „auf den Gleisen“, die er gern abschließen möchte, so etwa den Neubau des Diepersdorfer Kindergartens oder die Sanierung der Kläranlage.

Sollte Lang wieder gewählt werden, möchte er nach eigenem Bekunden einen Antrag im Gemeinderat stellen, seine Amtszeit von sechs auf drei Jahre zu verkürzen. Das hätte den Vorteil, dass die Bürgermeister- künftig wieder gemeinsam mit der Gemeinderatswahl zusammenfallen würde.
Ein „Selbstläufer“ wie vor sechs Jahren dürfte diese Wahl für den FW-Mann aber nicht werden, denn auch SPD und CSU werden am 3. September Kandidaten aufbieten. Wer das sein wird, soll aber erst bei den Nominierungsversammlungen bekannt gegeben werden. „Wir waren uns in Fraktion und Vorstand einig, dass wir nicht ein zweites Mal darauf verzichten können, einen eigenen Kandidaten zu stellen“, sagt der Leinburger SPD-Ortsvereinsvorsitzende Matthias Hummel. Es hätten sich innerhalb der SPD sogar mehrere potenzielle Bewerber bereit erklärt, „und das ist durchaus erfreulich“. Definitiv gekürt wird der Kandidat oder die Kandidatin am 23. Januar um 20 Uhr beim „Ochsenwirt“ in Leinburg.
Vor sechs Jahren, als Joachim Lang einziger Bewerber war, war auf mehreren (ungültigen) Wahlzetteln der Name Matthias Hummel aufgetaucht. „Das war damals mehr ein Gag aus meinem Freundeskreis“, meint Hummel schmunzelnd. Als einen Fingerzeig für die kommende Wahl möchte er das aber nicht verstanden wissen. Seine Partei will nicht nur einen Kandidaten stellen, sondern auch programmatisch Schwerpunkte setzen. „Wir wünschen uns mehr Mut beim Ausbau der Kinderbetreuung. Außerdem müssen wir Angebote für die Seniorenbetreuung schaffen. Die gibt es nämlich bisher in Leinburg gar nicht.“ Insgesamt fordert er ein planvolleres Vorgehen bei der Gestaltung der Zukunft. „Wir müssen mehr agieren, statt immer nur zu reagieren.“
In der CSU werden zurzeit noch die konkreten Wahlprogramme erarbeitet. Ein bis zwei Namen werden für das Bürgermeisteramt gehandelt, wie Ortsvorsitzender Thomas Kraußer durchblicken lässt. Nach Weihnachten habe man sich im kleinen Kreis der Fraktion getroffen und sich Gedanken gemacht.
Nominieren wird die CSU am 3. März im Landgasthof Löhner. „Wir werden auf jeden Fall jemanden ins Rennen schicken. Ein zweites Mal zu verzichten, wäre demokratisch ungeschickt, sowohl gegenüber den Wählern als auch gegenüber unseren Mitgliedern“, betont Kraußer.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger