Vorschau Bezirksliga Nord

Finales Kellerduell am Europakanal

Für Marcus Reiner (am Ball) und die SpVgg Diepersdorf – hier beim Pokalspiel in Forth – sind beim letzten Auftritt des Jahres bei Abstiegskonkurrent TV 48 Erlangen noch einmal voll gefordert | Foto: Keilholz2018/11/DSC05939-1.jpg

DIEPERSDORF – Der letzte Auftritt im Kalenderjahr führt die Elf von Spielertrainer Daniel Wolf am heutigen Samstag (Anstoß 14 Uhr) zum TV 48 Erlangen. Dies ist der zweite Anlauf der Partie des ersten Rückrundenspieltages am 3. November, die damals von den Gastgebern kurzfristig abgesagt worden war.

Die Moral bei der SpVgg Diepersdorf ist intakt. Dafür ist das Auswärtsspiel beim 1.FC Hersbruck vor Wochenfrist ein klares Zeichen. Wobei es trotz des Punktgewinns für die Scherau-Kicker schon ärgerlich gewesen ist, sich in der Schlussminute noch den 1:1-Ausgleich einzufangen – und das ausgerechnet durch ein Jokertor von Ex-Spieler Daniel Leitenbacher, der sich bereits im Hinspiel (0:4) als Torschütze auszeichnen konnte.

Trainerwechsel beim Gegner

Beim aktuellen Gegner hat es inzwischen einen Trainerwechsel gegeben. Für Udo Sasse, der nach der 2:4-Niederlage vor drei Wochen in Hersbruck das Handtuch geworfen hat, steht beim Erlanger Traditionsverein nun Hannes Decher an der Seitenlinie.

Und das mit Erfolg. Hatte es unter seinem Vorgänger zuvor seit dem 1. September in zwölf Spielen zehn Niederlagen gegeben, haben die Uni-Städter mit dem neuen Mann an der Seitenlinie in den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt.

Zuletzt gab es im Kellerduell gegen Bayern Kickers Nürnberg ein 2:2, wobei die Erlangen ähnlich der SpVgg in Hersbruck eine Führung nicht über die Zeit bringen konnten und in den Schlussminuten den Ausgleich hinnehmen mussten.

Die Erlanger stehen mit 16 Punkten ebenso auf einem direkten Abstiegsplatz wie die Scherau-Fußballer, die 13 Zähler auf ihrem Konto hat. Allerdings hat die Elf von Spielertrainer Daniel Wolf drei Spiele weniger absolviert und damit dreimal die Chance, nachzulegen.

Alle Optionen?

Für die beiden morgigen Kontrahenten hat das finale Duell des Jahres 2018 also durchaus richtungsweisenden Charakter. Daniel Wolf: „Ein Sieg zum Abschluss des Jahres, das wäre es, dann hätten wir im Frühjahr mit den Nachholspielen alle Optionen in der Hand“.

Wobei es für die SpVgg und das Schlussquartett der Tabelle vorrangig nur darum gehen kann, den fünftletzten Tabellenplatz – dort steht aktuell Bayern Kickers Nürnberg – zu erreichen, der am Saisonende ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen den Fünftletzten der Bezirksliga Süd parat hält. Der Rest des Feldes scheint nämlich punktemäßig bereits zu weit weg zu sein.

Doch dies ist alles Zukunftsmusik. Morgen gilt es für Daniel Wolf und seine Elf, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und beim Abstiegskonkurrenten den 2:1-Auftaktsieg zu wiederholen.

Was die Aufstellung betrifft, kann der SpVgg-Coach aus dem Vollen schöpfen. Einzig hinter Tobias Beß, der auch schon in Hersbruck nicht dabei gewesen ist, steht wegen einer Handverletzung ein Fragezeichen.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz