Spiel der Woche

Ein Derby als Standortbestimmung

Ob es beim Derby wieder zum Aufeinandertreffen zwischen Christoph Hormess (links) und FSV-Kapitän Markus Beutin kommt, ist noch offen; der Leinburger Kreativspieler ist nach einer Blessur im Training angeschlagen. | Foto: M. Keilholz2017/09/DSC00275.jpg

LEINBURG – Der TV Leinburg und der FSV Weißenbrunn haben sich mit einer Torgala für ihr Derby warm geschossen. Der TVL erzielte beim Tabellenletzten SC Eckenhaid 2 sieben Treffer; der FSV tat es nur Stunden später dem Nachbarn mit einem 5:1 gegen die SpVgg Weigendorf/Hartmannshof gleich. Mit zehn Punkten und 13:7 Toren ist der TV Leinburg aktuell Vierter. Der FSV rangiert mit einem Spiel weniger mit neun Zählern und 11:5 Toren einen Platz dahinter.

Die sportlichen Voraussetzungen für das Derby, dem beiden seit Anfang dieser Woche entgegenfiebern, könnten also kaum besser sein. Dabei liegt das letzte Nachbarduell noch gar nicht so lange zurück. Zum Abschluss der vergangenen Saison, als es allerdings für beide Kontrahenten um nichts mehr ging, jubelte der FSV nach Toren von Philip Scholtz und Mirco Wahrta über einen 2:0-Sieg. Im Hinspiel war der TVL mit 3:1 erfolgreich gewesen.

TV-Lazarett lichtet sich

Bei Gastgeber Leinburg zeichnet sich, was die Verletzungsmisere betrifft, bis auf Alexander Heller, mit dem wegen eines Kreuzbandanrisses frühestens im neuen Jahr wieder zu rechnen ist, eine Entspannung der Situation ab. Die Oldies Christian Führling und Thomas Höpfel, die vor Wochenfrist in Eckenhaid 90 Minuten am Ball waren, dürfen deshalb, wie es aussieht, das Derby von der Zuschauerwarte aus genießen. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Julian Heyn und Christian Wolf noch ein kleines Fragezeichen. Gleiches gilt für Christoph Hormess, der sich im Training den Fuß vertreten hat.

Das TVL-Trainerduo Alex Betker und Jörg Helmecke will den Sieg bei Eckenhaid II aber keinesfalls nicht überbewerten. Dazu sei der Gegner einfach zu schwach gewesen, so Helmecke: „Wir haben selbst mit einer Rumpftruppe einen Kantersieg gelandet“. In seinem Ausblick auf den Sonntag geht Helmecke („Natürlich will man ein Derby immer gewinnen“) von einem Nachbarduell auf Augenhöhe aus, bei dem die Tagesform den Ausschlag geben dürfte.

Der FSV Weißenbrunn hat mit dem 5:1-Triumph gegen die Kombi-Elf aus Weigendorf und Hartmannshof eine beeindruckende Antwort auf die vorangegangene 0:4-Pleite in Henfenfeld gegeben. FSV-Spielleiter Karlheinz Kunz, der in seiner aktiven Zeit ja bei beiden Vereinen zwischen den Pfosten gestanden war, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Ein Derby ist immer etwas Besonderes und für jeden Spieler ein Höhepunkt der Saison“.

Alle Mann an Bord beim FSV

Beim FSV hat Spielertrainer Alexander Pfarherr alle Mann an Bord und nach der Fußballgala gegen Weigendorf/Hartmannshof ist man guter Dinge. Kunz ist sich sicher: „Wenn es Leinburg zulässt und wir unsere Chancen wieder so konsequent nutzen wie im letzten Spiel, werden wir etwas mitnehmen“. Unabhängig vom sportlichen Ausgang hofft der FSV-Spielleiter auf ein spannendes und vor allem schönes und faires Spiel, so wie es in den vergangenen Jahren trotz aller nachbarschaftlicher Rivalität immer gewesen ist.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz