Zünftige Pfingstkirchweih

Die Leinburger lassen es krachen

Ein Prost auf einen gelungenen Kärwa-Auftakt: Brauerei-Chefin Cornelia Bub stieß mit 2. Bürgermeister Manfred Räbel, Braumeister Volker Nossol und ihren Söhnen Michael und Stefan an.2018/05/Leinburg-Kaerwa1.jpg

LEINBURG — Perfektes Wetter für eine Kirchweih gibt es nicht, sagen viele. Die sind am Pfingstwochenende eines besseren belehrt worden. Für die Leinburger Kärwa war das Wetter heuer so gut, das der Kirchweihreporter mal darüber schreiben muss. Ja klar, jetzt kommen die Schlaumeier mit ihrem Spruch: Wenn dem Kärwa-Schreiber nix einfällt, dann schreibt er über das Wetter.

Aber mal ehrlich: War das nicht herrlich am Samstag, als rings um Leinburg die Gewitter grollten, an der Grenze zur Oberpfalz dicke Tropfen runter klatschten und in Röthenbach an der Pegnitz ein Schauer die Leute aus den Straßencafes jagte? In Leinburg blieb es trocken.

Drei Schläge

Die Sonne lachte in den Leinburger Brauereihof, als dann Brauereichefin Cornelia Bub zusammen mit ihren Söhnen Michael und Stefan, dem 2. Bürgermeister Manfred Räbel und Braumeister Volker Nossol mit frisch gezapftem Kirchweihbier anstieß, nachdem Räbel routiniert mit drei Schlägen das erste Kärwa-Fass angezapft hatte. Im Hof hatten sich viele Läufer des Kirchweih-Laufs versammelt, der kurz zuvor zu Ende gegangen war. Die Sportler ließen es sich schmecken, warteten auf die Siegerehrung und sprachen über – na? ja! – das Wetter. Perfektes Laufwetter war das. Nicht zu kalt, nicht zu warm, 20 Grad, genau richtig. Da wurden Erinnerungen wach an kalte, verregnete Kirchweihläufe der Leinburger, oder Laufveranstaltungen bei brütender Hitze. Wobei die Läufer mit schlechteren Leistungen dann immer auf die äußeren Bedingungen hinweisen konnten. „War einfach zu heiß“, oder „War ja viel zu kalt“.

Wem trotz der angenehmen 20 Grad zum Kärwa-Auftakt noch zu kalt war, dem heizte die Band „Baglin“ im Kirchweihhof musikalisch ein, im Zelt des Kärwa-Vereins übernahmen das „D‘Rebell‘n“. Dazu gab es dann um Punkt 20 Uhr die Traditionsknaller der Böllerschützen.

Schweißtreibende Arbeit

Schweißtreibend ist immer die harte Arbeit beim Aufstellen des Kärwa-Baums, weshalb sich auch die Kärwa-Burschen über die perfekten Bedingungen freuten. Vielleicht mit ein Grund, warum sie heuer mit ihrem Baum pünktlich zum Anschlagen des ersten Kärwa-Fasses fertig waren. Als Räbel dem Zapfhahn seinen dritten Schlag verpasst hatte, stand der Baum exakt in der Vertikalen.
Ach ja, man glaubt es kaum, aber es gab ihn tatsächlich, diesen Meckerer, der da mitten unter den Feiernden saß und am herrlichen Wetter etwas auszusetzen hatte, es war ihm nicht zu heiß, nicht zu kalt aber zu irgendwas…

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten