Weltweite Aktion „One Billion Rising“

Laufer tanzen gegen Gewalt an Frauen

Frauen, Männer und Kinder setzten auf dem Laufer Marktplatz tanzend ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. | Foto: Jahn2018/02/Lauf-One-Billion-Rising-3.jpg

LAUF — Auf dem Oberen Laufer Marktplatz haben Frauen, Männer und Kinder tanzend ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen gesetzt. Der Landkreis Nürnberger Land war damit bereits zum vierten Mal an der weltweiten Aktion „One Billion Rising“ (auf Deutsch: eine Milliarde erhebt sich) beteiligt.

Organisiert wurde die Tanzaktion, die stets am Valentinstag statt findet, von Susanne Hofmann vom Kreisjugend­ring und Anja Wirkner, der Gleichstellungs- und Familienbeauftragte des Landkreises. In ihrer Begrüßung zeigten sich die Initiatorinnen erfreut über den guten Zuspruch der Bürger und über die Ehrengäste, Bürgermeister Benedikt Bisping, Bürgermeisterin Ruth Thurner aus Schwaig und Polizeihauptkommissar Harald Zenker von der Laufer Inspektion. Ein Dankeschön ging auch an die Kooperationspartner, die Elterngemeinschaft für Kinder und Jugendliche Schnaittach und die Marchingband des TSV Lauf, deren „Color Guard“ tanzend und Fahnen schwingend die Zuschauer begeisterte.

Mit der Demonstration soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern auch heute noch nicht selbstverständlich ist. Zurück geht der Aktionstag auf die New Yorker Schriftstellerin und Feministin Eve Ensler, die vor sechs Jahren erstmals zu „One Billion Rising“ aufgerufen hatte. Nach einer Schätzung der UN wurde weltweit jede dritte Frau, also etwa eine Milliarde, ein Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellen Handlungen gezwungen, vergewaltigt oder misshandelt.

Bürgermeister Bisping betonte, nicht nur in Afrika oder Asien litten Frauen an Gewalt – auch hierzulande. Gewalt sei für viele Frauen im Landkreis Alltag, bestätigte Hedwig Hacker vom Verein „Hilfe für Frauen und Kinder in Not Nürnberger Land“. „Wir dürfen nicht wegschauen“, sagte Hacker. Sie ermutigt alle betroffenen Frauen und Mädchen, sich Unterstützung beim Frauennotruf Nürnberger Land zu holen.

N-Land G. Jahn
G. Jahn