Bäche und Flüsse traten übers Ufer

Überschwemmungen zum Jahresstart

Ottensoos glich am Freitag einer Seenlandschaft. Neben Wiesen- und Ackerflächen war auch der Radweg zur B14 überschwemmt. | Foto: Kirchmayer2018/01/Hochwasser-Ottensoos-1.jpg

NÜRNBERGER LAND (tib/us) — Die starken Regenfälle, die das Sturmtief „Burglind“ am Donnerstagabend mit sich brachte, haben in der Nacht auf Freitag und dann im Verlauf des Tages die Pegelstände der Flüsse im PZ-Gebiet steigen lassen. Wiesen und Ackerflächen standen vielerorts unter Wasser, auch einige Geh- und Radwege waren überschwemmt und die Feuerwehren rückten aus, um das Volllaufen von Kellern zu verhindern. Doch schon im Lauf des Wochenendes entspannte sich die Lage wieder.

Der intensive Regen am Donnerstagabend hatte auch die Hedersdorfer Feuerwehr auf den Plan gerufen. Diesmal waren die Helfer allerdings selbst in Not geraten: Das Gerätehaus am Ortsende lief voll mit Wasser, das der Graben nicht mehr aufnehmen konnte. Innerhalb kurzer Zeit hatten Schottersteine und Blätter viele kleinere Wasserabläufe verstopft. Der mitgeführte Schlamm in den anfänglichen Rinnsalen, die auf ihren Wegen ins Tal immer größer wurden, tat sein Übriges und verschloss Durchlässe zum Abfluss des Oberflächenwassers.

Ausnahmsweise keinen fremden, sondern den eigenen Keller im Gerätehaus musste die Feuerwehr Hedersdorf Donnerstagnacht vom Wasser befreien. | Foto: Schuster2018/01/ffw-hedersdorf-geratehaus-hochwasser-e1515348830148.jpg

Den Osternoher Bach beobachteten die Anwohner in Hedersdorf ganz genau. Die Schnaittach schwoll am Freitag um Mitternacht bis auf 2,16 Meter an, trat über die Ufer und überschwemmte einige Wiesenflächen. Doch schon kurz nach Mitternacht sanken die Pegel der Bäche im Oberland wieder und es entstanden keine großen Schäden.

Straße zum Teil überschwemmt

Die Verbindungsstraße zwischen Schnaittach und Rollhofen wurde in der Nacht auf Freitag wegen teilweiser Überflutung gesperrt. Ein Abfluss an der Staatsstraße 2236 in Richtung Schnaittach war zwar frei, konnte die Wassermassen aber nicht ableiten. Doch da der Regen aufgehört hatte und ein weiteres Ansteigen des Wassers nicht zu erwarten war, beließ es die herbei geeilte Feuerwehr aus Rollhofen dabei, die überflutete Stelle mit Schildern abzusichern.

Mit Verspätung erreichten die Wassermassen die Pegnitz. In Ottensoos standen am Freitag die umliegenden Wiesen- und Ackerflächen unter Wasser und verwandelten die Gemeinde einmal mehr in eine Seenlandschaft. Die Niederschläge hatten auch die Baustelle für den B14-Kreisel und den Radweg nach Ottensoos überschwemmt, der deshalb gesperrt werden musste.

Knapp unter Meldestufe 2

In Lauf erreichte die Pegnitz ihren Höchststand um 10 Uhr morgens. Mit einem Wasserstand von 4,75 Meter blieb sie hier nur knapp unter der zweiten Meldestufe, die bei 4,80 Meter liegt. Auch in Schwaig standen Wiesen unter Wasser. Neben der Verbindungsstraße zwischen Behringersdorf und Schwaig schwoll die Pegnitz zwar gefährlich an, doch der Asphalt blieb am Ende trocken.

Es fehlte nicht viel und die Pegnitz hätte die Behringersdorfer Straße überflutet. | Foto: Brinek2018/01/hochwasser-schwaig-behdorf-pegnitz-bri-e1515348929330.jpg

Die Hochwasserwarnung, die das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg am Freitag um 12.42 Uhr auch für das Nürnberger Land ausgegeben hatte, endete am Sonntag um 8 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Wasser bereits zurück gezogen, doch nun ging es ans Aufräumen. Die Bauhofmitarbeiter hatten gut damit zu tun, den Dreck und Schlamm zu beseitigen, den die über die Ufer getretenen Bäche vielerorts hinterlassen hatten.

Im Rabenshofer Weg am Fuße des Rothenbergs war der Winterdienst am Freitag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. | Foto: Schuster2018/01/hochwasser-reinigung-rabenshofer-weg-schnaittach.jpg
N-Land Tina Braun
Tina Braun