Albert-Büttner-Straße vor ABL-Sursum

Straßenname für Laufer Erfinder

Als Erinnerung an den Firmengründer wird auf Wunsch des Laufer Unternehmens ABL-Sursum aus dem Ottensooser Weg entlang der linken Bahnstrecke die Albert-Büttner-Straße. Foto: Fischer2015/12/abl-sursum-ottensooser-weg-1.jpg

LAUF — Aus dem „Ottensooser Weg“ in Lauf links wird die „Albert-Büttner-Straße“. Dies beschloss zum Jahresende der Laufer Stadtrat und erfüllte damit eine Bitte des dort angesiedelten Laufer Unternehmens ABL-Sursum, das mit der Umbenennung an den Werksgründer und Erfinder des Schuko-Steckers, Albert Büttner, erinnern will.

Die Stadtverwaltung und die Mehrheit im Laufer Stadtrat sahen bei der Umbenennung keine Probleme. Weil die SPD-Fraktion allerdings einen Präzedenzfall befürchtete und gerne gewollt hätte, dass einem anderen Anlieger die Adressumschreibung finanziert wird, fiel die Entscheidung nicht einstimmig aus.

Tatsächlich sind von der Umbenennung des Ottensooser Weges nur Grundstücke von ABL selbst und ein einziges anderes privates Grundstück betroffen. Der Ottensooser Weg führt von der Unterführung Weigmannstraße die S-Bahn-Gleise entlang bis zu Baywa. Ein bislang namenloser Weg verbindet die Straße dann mit der parallel verlaufenden Ottensooser Straße, die das ABL-Werksgelände im Norden begrenzt.

Weil es eben schon diese Ottensooser Straße gebe, so ein Argument der Verwaltung, habe die Straßenumbenennung den Vorteil, dass es zu weniger möglichen Verwechslungen kommt. Der neue Name könnte also tatsächlich eine Verbesserung und eine Lösung sein. Außerdem, so die Verwaltung, sei der Name des Gründers eines so wichtigen Unternehmens wie ABL-Sursum durchaus eine eigene Straßenbezeichnung wert. Und schließlich sei von der Umbenennung nur ein einziger anderer Anwohner betroffen. Deshalb sei das Allgemeinwohl höher zu bewerten, als der persönlichen Nachteil einer in diesem Fall einzelnen Anwohnerin.

Diese Eigentümerin war über die Umbennungspläne informiert worden und hatte sich dagegen ausgesprochen, weil dies für sie einen erheblichen Mehraufwand bedeuten würde. Genau in diese Kerbe schlug SPD-Sprecher Alexander Horlamus. Er befürchtete nicht nur einen Präzedenzfall, der auch bei anderen Unternehmen Begehrlichkeiten wecken könnte, sondern er wollte der Anliegerin auch mögliche Kosten der Adressänderung ersparen. Aus diesem Grund schlug er vor, die Straße direkt vor dem ABL-Haupteingang in „Albert-Büttner-Platz“ umzubenennen und beantragte, dass die Stadt Lauf doch die Kosten der Pass-Umschreibung und ähnliches für die andere Anliegerin übernehmen sollte. Wie der Platz-Vorschlag wurde auch der Antrag abgelehnt.

ABL-Sursum-Geschäftsführer Stefan Schlutius hatten den Antrag auf Umbenennung in Albert-Büttner-Straße mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Unternehmens begründet. Der 1925 von Büttner erfundene Schuko-Stecker sei heute internationale Norm und die weltweit meistverkaufte Steckverbindung. Aktuell beschäftige ABL 330 Mitarbeiter und sei erfolgreich in den internationalen Markt der Ladestationen für Elektroautos (Wallboxen) eingestiegen.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer