Zwei Jungvögel sind tot

Störche haben’s schwer

Müll im Storchennest
Karl und Johanna, die beiden Störche in Lauf, haben Müll in ihr Nest getragen. | Foto: Klausen2017/05/storche-johanna-und-karl-mit-mull-im-nest.jpg

LAUF/OTTENSOOS — Da es dieses Jahr gerade während der Eiablage der Storchenpaare in Ottensoos und Lauf eisig kalt war und es sogar Schneeschauer gab, waren die Bedingungen für eine erfolgreiche Nachwuchsaufzucht sehr schwierig. Mindestens zwei Junge haben deshalb nicht überlebt.

„Anna und Winfried“ aus Ottensoos auf dem Kamin des ehemaligen Kronenbräuareals schafften es, vier Junge auszubrüten und schlüpfen zu lassen. Inzwischen leben dort aber nur noch zwei Jungvögel. Die beiden kleineren Geschwister haben aufgrund der wiederkehrenden Kälte und des häufigen Regens nicht überlebt.

Die beiden älteren Jungen entwickeln sich jedoch sehr gut und werden von ihren Eltern gehegt und gepflegt, so Storchenliebhaberin Tina Klausen. Sie haben auch insofern Glück, dass sie beispielsweise eine nahe gelegene Pferdekoppel besuchen können. Dort dürften sie sich immer an trockenem Heu bedienen.

In Lauf musste Tina Klausen unschöne Beobachtungen machen. Im Dachreiter-Horst auf dem Marktplatz konnte sie sehen, dass „Karl und Johanna“ bei der Suche nach Nistmaterial auch sehr viel Müll herbeigeschafft haben. Darunter Pappe, Getränkedosen und anderes. Mittendrin saß nur ein Junges und noch ein winzig kleiner Nachzügler. Dieser werde aber sehr wahrscheinlich kaum eine Chance gegen den „großen Bruder“ haben, glaubt Klausen.

Deshalb möchte Tina Klausen dringend darauf aufmerksam machen. „Bitte bedenken Sie immer, wenn Sie Müll achtlos wegwerfen, wo er landen könnte. Gerade Plastikfolien und Nylonschnüre können den Störchen und ihren Jungen zum Verhängnis werden.“

N-Land Pegnitz-Zeitung
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