Beschädigte Bäume am Laufer Plärrer

Säuleneichen statt Linden

Die Baumkronen zeigen es: Die Linden am Plärrer in Lauf sind erheblich geschädigt. Vier dieser Bäume sollen jetzt durch offensichtlich robustere Säuleneichen wie sie im Hintergrund schon zu sehen sind, ersetzt werden. | Foto: Fischer2017/03/linden-schaden-plarrer-post-lauf-1.jpg

LAUF — Am Plärrer in Lauf, dem Platz zwischen Post und B 14, werden vier stark geschädigte Linden durch drei Säuleneichen ersetzt.

Schon in den nächsten Tagen sollen die etwa 25 Jahre alten Lindenbäume der Motorsäge zum Opfer fallen. „Die Bäume sind hier nicht wirklich in die Gänge gekommen“, beschreibt der Baufachmann der Stadt, Dieter Wölfel, die Problemeatik. Besonders am Wuchs der Kronen werde sichtbar, dass die Linden mehr kümmern als wachsen.

Ganz offensichtlich besser als Linden kommen sogenannte Säulen­eichen, von denen an dieser Ecke schon mehrere stehen, mit dem problematischen Standort mitten in der Stadt zurecht. Deshalb sollen weitere solcher Eichen als Ersatz für die Linden gepflanzt werden.

Einen einzigen konkreten Grund für das Kümmern der Linden will Dieter Wölfel aber nicht nennen. Meistens kommen hier verschiedene negative Faktoren zusammen. Vor allem der Boden, der Untergrund, spiele eine wichtige Rolle. Und da sei halt in früheren Jahren manchmal nicht so sehr achtgegeben worden. Hinzu komme am Plärrer die hohe Luftschadstoffbelastung, die Bodenversiegelung, die Wärmebelastung im Sommer und das Straßensalz im Winter.

Im nördlichen Bereich des Plärrers, Richtung Post und Hoteleingang zur Post, stehen schon ein halbes Dutzend dieser speziellen Eichen mit ihrer schmalen Silhouette. Besonders die beiden Bäume neben dem Hoteleingang erfreuen sich bester Gesundheit. Den anderen Eichen geht es offensichtlich besser als den Linden, Pflegeschnitte waren aber auch hier schon notwendig, so Dieter Wölfel.

Die Maßnahme erfolgt im Vorgriff auf die noch im Frühjahr geplante Sanierung der alten Bundesstraße in der Laufer Ortsmitte. Laut Naturschutzgesetz ist es zwar zwischen März und September nicht mehr zulässig, Bäume zu fällen, die sich nicht auf gärtnerischen Grundflächen oder außerhalb des Waldes befinden. Nachdem Untersuchungen ergeben haben, dass die Bäume derzeit nicht als Nistplatz dienen, können sie nach Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde in den nächsten Tagen gefällt werden.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer