Zweite Legislaturperiode für die Drogenbeauftragte

Mortler im Amt bestätigt

Jens Spahn hatte Mortler für eine zweite Amtszeit vorgeschlagen.
Jens Spahn hatte Mortler für eine zweite Amtszeit vorgeschlagen. | Foto: BMG/Schinkel2018/04/marlene-mortler-jens-spahn.jpg

DEHNBERG/BERLIN — Die Dehnberger CSU-Abgeordnete Marlene Mortler ist vom Bundeskabinett für eine weitere Legislaturperiode zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung berufen worden.

Das Kabinett habe dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministers zugestimmt, Mortler noch einmal zu berufen, teilte Jens Spahns Ministerium per Pressemitteilung mit. Die 62-Jährige habe in den vergangenen vier Jahren „wichtige Impulse für die Drogen- und Suchtpolitik“ gegeben.

2014 hatte die Abgeordnete für den Wahlkreis Roth/Nürnberger Land ihr Amt angetreten – für viele eine Überraschung, lagen Mortlers Schwerpunkte bis dato klar bei der Agrar- und Tourismuspolitik. Die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft ist nach wie vor Agrarsprecherin der CSU-Landesgruppe.

Gegen Cannabis-Legalisierung

Viel Kritik, aber auch Zuspruch, erntete die Dehnbergerin, die seit 2002 im Bundestag sitzt, vor allem für ihre Ablehnung einer Cannabis-Legalisierung. Nach wie vor tritt sie für ein Verbot der Tabak-Außenwerbung ein. Dafür habe sie schon in der vergangenen Legislaturperiode „mit aller Kraft gekämpft“, so Mortler Ende Februar in einem Interview.

Den Termin bei Minister Spahn nutzte die Dehnbergerin nach eigenen Angaben, um ein Anliegen aus ihrem Wahlkreis vorzubringen: die flächendeckende Grund- und Notfallversorgung in ländlichen Gebieten. Diese müsse „oberste Priorität“ haben, so Mortler. Hintergrund ist die geplante Krankenhausschließung in Hersbruck.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel