Rund 400 Teilnehmer bei Kundgebung in Lauf

Menschenkette für ein friedliches Miteinander

Die Menschenkette zog sich weit ..2015/01/lauf_ist_bunt_demo_menschenkette.jpg

LAUF  — „Vielfältig, nicht einfältig“: Unter diesem Motto demonstrierten am Samstagvormittag rund 400 Menschen auf dem Laufer Marktplatz für ein friedliches Miteinander. Anschießend bildeten sie eine Menschenkette.

Organisiert wurde die Kundgebung von der Türkisch-Islamischen Union, der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Stadt Lauf. Den Muslimen war es ein Anliegen, sich nach den Terroranschlägen in Paris Anfang Januar vom Missbrauch ihrer Religion zu distanzieren, und viele Laufer wollten sich angesichts der Pegida-Demonstrationen für ein friedliches Miteinander der Kulturen und für angemessene Unterbringung und Unterstützung von Asylbewerbern einsetzen.

In Lauf wird Vielfalt gelebt, so der Tenor der unterschiedlichen Beiträge, zu denen auch ein Grußwort der orthodoxen Gemeinde gehörte, ob im Alltag, wenn etwa Kinder aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam zur Schule gehen, oder beim Fest der Nationen, auf dem Sportplatz sowie beim gemeinsamen jährlichen Friedensgebet.

Nach Angaben der Veranstalter reihten sich dann etwa 400 Menschen ein in eine Menschenkette, die von der Moschee in der Glockengießerstraße, vorbei an der Johanniskirche und über die Pegnitzbrücke, bis zur Einmündung der Bergstraße in die Altdorfer Straße reichte. Für viele Teilnehmer war es ein „ganz bewegender Moment“, als sich beim Klang der Glocken die Kette schloss.

Anschließend setzte sich der Dialog der Religionen spontan fort. Teilnehmer der Kundgebung, darunter der Landrat und der Laufer Bürgermeister, folgten der Einladung des Imams auf eine Tasse Tee in den Räumen der islamischen Gemeinde.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer