Günter Ermann eröffnete Saison im PZ-Kulturraum

Lieder vom Leben

Ein Songwriter und seine Freunde: Günter Ermann, unterstützt von seinen Musikerkollegen Michael Schankweiler und Sven Fischer, begeisterte das Publikum im PZ-Kulturraum. | Foto: Privat2017/10/Ermann-PZ-Kulturraum.jpg

Sein erstes Konzert in „voller Länge“ sei das im PZ-Kulturraum, gab Günter Ermann offen zu und eröffnete sein Programm mit dem bezeichnenden Titel „Lampenfieber“. Das sicherte ihm gleich eine Menge Sympathien bei seinem Publikum, das sich zum größten Teil aus Menschen zusammensetzte, die sich überraschen lassen wollten.

Bislang hatte Günter Ermann – obwohl er bereits seit über 30 Jahren Gitarre spielt und seit etwa drei Jahren intensiv Songs schreibt – hauptsächlich auf offenen Bühnen und beim Deutschen Pop-Preis gespielt, wo er im Dezember 2016 gleich in zwei Kategorien abräumte (die PZ berichtete). Seine Lieder drehen sich um das Leben, die Vergänglichkeit und – natürlich – die Liebe.

So meinte eine Zuschauerin in der Pause, „ein romantischer Mann – das hat man selten“. Dabei textet der Nürnberger auf Fränkisch – „A Fungn konn die Nachd erhelln“, auf Englisch – „Aching Heart“ oder auch auf Hochdeutsch – „Ich geb Dir alles“. Alles drei funktioniert gleichermaßen gut, erreicht das Publikum, das ihm gebannt zuhört. Dabei sei die fränkische Variante nur aus Zufall entstanden, weil er bei Auftritten immer wieder gefragt wurde, ob er nicht auch mal einen deutschen Song singen könne, erzählt Ermann. Da entschloss er sich, einen seiner englischen Songs zu übersetzen, verfiel dabei aber immer wieder ins Fränkische und stellte fest, dass das gar nicht so schlecht klingt – so entstand aus dem Song „Bitter World“ der Song „Bittre Welt“.

Musikalische Verstärkung holte sich der Liedermacher im Kulturraum zeitweise von seinen Freunden und Musikerkollegen Michael Schankweiler und Sven Fischer, mit denen er sich musikalisch nochmals gewaltig aufwertete. Da läuft es so richtig rund, wird harmonisch dicht und es kommen mit Klavier, Gesang, Gitarre und Mundharmonika weitere musikalische Akzente dazu, die das Konzept gelungen abrunden – genau das war auch der Plan.

Am Ende des zweieinhalb-Stunden-Programms sind alle glücklich. Und noch etwas gibt Grund zur Freude: Der Erlös des Benefiz-Konzerts, der dem Laufer Kinderfonds für den Erwerb von Leihinstrumenten für die Laufer Sing- und Musikschule gespendet werden soll, beläuft sich auf knapp unter 500 Euro. Der veranstaltende Fahner-Verlag rundete die Spendensumme auf.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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