Nach Siegen in der Quali

Lara Schmidt steht im Hauptfeld von Wimbledon

Lara Schmidt hat sich ihren großen Traum erfüllt und steht im Hauptfeld des Juniorinnen-Wettbewerbs von Wimbledon.2017/07/lara-schmidt-wimbledon.jpg

LONDON (bu) — Für die Laufer Tennisspielerin Lara Schmidt geht ihr großer Traum in Erfüllung: Heute hat sie die zweite Runde der Qualifikation gewonnen und damit den Einzug ins Juniorinnen-Hauptfeld bei den „All England Championships“ in Wimbledon geschafft, einem der vier wichtigsten Tennisturniere der Welt.

In Runde 1 der Qualifikation bezwang sie die US-Amerikanerin Salma Ewing mit 6:4, 6:2, heute dann siegte sie gegen Clara Burel aus Frankreich mit 6:3, 6:4. Was relativ deutlich klingt, war ein hartes Stück Arbeit für die 17-jährige Lauferin. Vor allem gegen Burel sei Lara am Ende doch ziemlich nervös geworden, berichtet ihre Mutter, die das Geschehen aus der Heimat verfolgt. Kein Wunder, war es doch seit Jahren ihr größtes Ziel, im Hauptfeld von Wimbledon dabei zu sein.

Noch beim Vorbereitungsturnier im unmittelbar benachbarten Roehampton hatte es nicht so gut ausgesehen. Dort verlor Lara Schmidt gleich ihr erstes Spiel. „Sie musste erst mal auf Rasen zurechtkommen. Die Bälle springen wahnsinnig schnell ab“, sagt Mutter Mandy Schmidt. Erste Trainingseinheiten bestanden für Lara deshalb darin, nur das Laufen auf dem grünen Untergrund zu üben.

Voraussichtlich am Montag steht für die Lauferin das erste Spiel im Hauptfeld auf dem Programm. Gegen wen, das stand gestern bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Die insgesamt acht Qualifikantinnen werden zugelost. Da kann es durchaus passieren, dass Lara gegen die an Nummer 1 gesetzte Spielerin „ran“ muss. Auf jeden Fall aber darf sie ab sofort auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon spielen. Die Qualifikation fand noch auf der Anlage von Roehampton statt.

Die Atmosphäre eines Grand Slam-Turniers konnte sie schon mal bei einer Players Party schnuppern. „Sie fühlt sich jetzt sehr wohl vor Ort“, sagt Mandy Schmidt, auch, weil inzwischen ihr Trainer Günter Ganser nachgereist ist. Vorher war die 17-Jährige, die in einer Art Internat untergebracht ist, beim Training auf sich allein gestellt.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger