Note 1,0 für ABL

Ladestation aus Lauf ist ADAC-Testsieger

Wandladestation ABL
Die ABL-Wandladestation wurde vom ADAC zum Testsieger gekürt. | Foto: David Häuser/N-Ergie2018/12/Wandladestation_ABL.jpg

LAUF — Wandladestationen, sogenannte Wallboxes, sind eine fest installierte Anschlussmöglichkeit zum Laden von Elektroautos. Ein Modell des Laufer Traditionsunternehmens ABL Sursum ist jetzt vom ADAC zum Testsieger erklärt worden.

Getestet hat der Automobilclub insgesamt zwölf Wallboxes mit Ladeleistungen zwischen 3,7 und 22 Kilowatt. Zum Kriterienkatalog gehörten unter anderem die Bedienbarkeit und die Sicherheit der Geräte. Sechs von zwölf getesteten Ladestationen für zu Hause stufte der ADAC dabei als „nicht empfehlenswert“ ein.

Die glatte Notte 1,0 erhielt hingegen das Modell eMH1 des Laufer Herstellers ABL Sursum. Es hat eine Leistung von elf Kilowatt. Die Tester lobten unter anderem die „sehr einfache Bedienung“ und das fest angebrachte Ladekabel. Zudem sei das Gerät sicher und zuverlässig. Kritik gab es lediglich an dem nicht optimal in der Aufnahme fixierten Stecker.

Bei elf Kilowatt können Autobesitzer ihr Elektrofahrzeug etwa fünfmal schneller als an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen. Sie vermieden obendrein „Risiken wie durchgeschmorte Stecker oder Kabel“, die durch Spitzen- und Dauerbelastung entstehen könnten, rät der Energieversorger N-Ergie, der das getestete ABL-Modell im Angebot hat.

Erfinder des Schuko-Steckers

Das Thema Mobilität steckt in den Genen von ABL: Albert Büttner, Erfinder des Schuko-Steckers und Firmengründer, war ursprünglich auf Fahrräder spezialisiert. Der Erfolg kam aber erst mit Elektrozubehör – heute beschäftigt das Laufer Unternehmen rund 500 Mitarbeiter. Weil jedoch Autos mehr und mehr elek­trisch angetrieben werden, hat sich der Mittelständler 2012 einen weiteren Markt erschlossen.

Seither hat er Wandladestationen für den Privatgebrauch im Angebot. ABL stellt aber auch größere Ladesäulen für den öffentlichen Raum her, für die strengere Normen gelten.

Unter anderem der Ladeverbund +, in dem die Städtischen Werke Lauf und Röthenbach Mitglied sind, setzt auf ABL-Produkte. So stammt die neue Ladesäule, die Anfang Dezember auf dem Bahnhofsplatz in Neunkirchen in Betrieb genommen wurde, von dem Laufer Hersteller. Es ist die erste Ladesäule im Neunkirchener Gemeindegebiet.

Der Ladeverbund + bietet ein Abrechnungsmodell über den jeweiligen Mobilfunkanbieter an. Wer sein E-Auto laden möchte, muss hier lediglich mit seinem Smartphone eine SMS abschicken (www.ladeverbundplus.de).

N-Land Pegnitz-Zeitung
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