„Gegen die Waldzerstörung“

Forst-Kritiker treffen sich am Letten

Die Lauferin Claudia Blank, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative, dokumentiert die Spuren der Bewirtschaftung im Reichswald.
Die Lauferin Claudia Blank, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative, dokumentiert die Spuren der Bewirtschaftung im Reichswald. | Foto: Blank2017/05/harvester-blank.jpg

LETTEN —Einen profilierten Waldexperten hat sich die Bürgerinitiative „Gegen die Waldzerstörung“ eingeladen: den früheren Bayreuther Stadtförster Gotthard Eitler. Er spricht am Dienstag, 30. Mai, im Waldgasthof am Letten.

Was aussieht wie eine Mondlandschaft sind die Spuren eines Harvesters, einer großen Holz­erntemaschine. Immer öfter sind sie im Reichswald rund um Nürnberg zu sehen. Für die neugegründete Bürgerinitiative „Gegen die Waldzerstörung“ Ausdruck einer immer kommerzielleren Waldnutzung durch die Bayerischen Staatsforsten.

Am Dienstag, 30. Mai, hat die Bürgerinitiative zu diesem Thema einen Fachmann in den Waldgasthof am Letten eingeladen. Gotthard Eitler aus Bayreuth, Förster in Rente, gehört zu den profiliertesten Kritikern der modernen Forstwirtschaft. Die Wälder würden zu maschinengerechten „Holzäckern“ umgebaut, meint er.

Eitler, der in den Siebziger Jahren den Begriff des Waldsterbens mitgeprägt hat, hält um 19 Uhr einen öffentlichen Vortrag, in dem es unter anderem um die Folgen der bayerischen Forstreform geht.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel