Unternehmen investiert 3,5 Millionen Euro

BayWa baut in Lauf neues Baustoffzentrum

Das BayWa-Gelände zwischen Ottensooser Weg und S-Bahn-Linie ist 11 000 Quadratmeter groß. Vor allem die Gebäude sind in die Jahre gekommen. Deshalb wird alles abgerissen und neu gebaut. Der Verkauf geht während der Bauphase ab dem Herbst 2017 allerdings weiter. | Foto: Fischer2017/04/baywa-lauf-neubau-2.jpg

LAUF — Die „BayWa“ in Lauf errichtet auf ihrem Gelände am Ottensooser Weg ein komplett neues Baustoffzentrum. Dafür investiert der Konzern in diesem und im nächsten Jahr rund 3,5 Millionen Euro.

Dies gab das Unternehmen gestern bei einem Pressegespräch in Fürth für die Region Mittelfranken/Oberfranken bekannt, bei dem auch die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres präsentiert wurden. So investierte die Baywa 2016 in Franken rund 14 Millionen Euro, 2017 sollen es sogar 25 Millionen werden. 15 Millionen davon gehen in Mittel- und Oberfranken 2016/2017 allein in den Baustoffbereich. Wie eben auch das neue Zentrum in Lauf.

Die Hallen und Gebäude auf dem rund 11 000 Quadratmeter großen Firmenareal in Lauf links „sind schon sehr in die Jahre gekommen“, umschreibt Presseprecherin Marion Danneboom die Tatsache, dass in Lauf „dringender Investitionsbedarf besteht“. Vor allem „weil wir den Standort in Lauf unbedingt erhalten wollen und hier Potential für eine gute Entwicklung sehen“.

Deshalb habe sich der Konzern entschieden, am Ottensooser Weg „Nägel mit Köpfen zu machen“. Danneboom meint damit: „Wir reißen alles ab und bauen alles neu“. Geschlossen wird der Standort dabei nicht, der Verkauf geht weiter. Auch weil das Gelände groß genug sei, das neue Projekt bis zum Sommer 2018  in Abschnitten zu verwirklichen. Baubeginn ist schon für den Herbst 2017 geplant, in einem Jahr will man also fertig sein.

Dabei plant die „BayWa“ in Lauf künftig zweigleisig zu fahren. Zum einen mit dem klassischen Baustoffzentrum mit Freifläche, das sowohl den privaten Häuslebauer, aber speziell auch das Baugewerbe anspricht. Vor allem mit dem Vollsortiment an Baustoffen, vom mächtigen Betonrohr für den Kanal bis zum Dachziegel, und vom Dämmstoff über Fliesenkleber, Fenstern und Türen  bis zu professionellen Werkzeugen und Maschinen.

Daneben, und das sei ganz wichtig so Unternehmenssprecherin Marion Danneboom, plane die Baywa-AG in Lauf auch ein neues sogenanntes  Nahversorgungszentrum, einen Kompaktmarkt, wie es bei der Baywa genannt wird. Hier soll in erster Linie der Privatkunde angesprochen werden, speziell der Bereich Garten soll für Lauf und das Umland  ausgebaut und ein Schwerpunkt werden. Auch hier seien weder Gebäude noch Angebot heute mehr zeitgemäß, so Danneboom gegenüber der PZ.

Schon seit Jahren ist die Baywa in Lauf ein reiner Baustoffhandel. Seit die Sparte Landwirtschaft und Landmaschinenwerkstatt nach Hersbruck verlegt wurde. Derzeit sind in Lauf noch sieben Mitarbeiter beschäftigt, die auf jeden Fall bleiben. Mittelfristig plant die Baywa hier allerdings mit mehr Personal.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer
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